6,5 Mio. Euro Investition für die Gesundheit Einweihung nach Sanierung des Gemeindekrankenhauses Werneck

Werneck (red). Mit einem feierlichen Festakt ist das Gemeindekrankenhaus Werneck nach seiner Renovierung wieder offiziell in Betrieb gegangen. Dabei hat der Betrieb nie geruht, die über zweijährigen Sanierungsarbeiten waren bei laufendem Betrieb, oder wie es Bürgermeister Sebastian Hauck ausdrücke, „bei einer Operation am offenen Herzen“ weiter geführt worden.

Er wies auf diese Mammutaufgabe hin, die mit 6,5 Mio. Euro doch einiges über den ursprünglich veranschlagten Kosten lag (siehe extra Artikel). 1, 6 Mio Euro gab es an Zuschüssen vom Land Bayern und 1,5 Mio. vom Markt Werneck als Träger der Einrichtung. Das heißt, dass am Ende 3,4 Mio. Euro am Krankenhaus als Anstalt des öffentlichen Rechts hängen blieb.

Der Bürgermeister ging auf die Geschichte des Hauses ein, das seinen Ursprung 1944 in den Wirren des Krieges hatte, als eine Entbindungsstation dringend benötigt wurde, auch um die Verletztenstation im heutigen Kreisaltenheim zu entlasten. Schon 1949 wurde die 1.000ste Geburt gefeiert.  Es folgte eine gynokologische Abteilung und weitere Fachabteilungen. 2106 wurde die Entbindungsstation nach 28.736 Geburten geschlossen.

Landrat Florian Töpper lobte den „guten Ruf“, den das Krankenhaus bundesweit genießt. Vom Chefarzt bis zur Reinigungskraft stimme einfach alles und das merkt auch der Patient, der sich hier rundum wohl fühlt.

Staatsekretär Gerhard Eck listete die enormen Investitionen des Freistaates Bayern auf, der viel in die Gesundheit und Gesundheitsvorsorge seiner Bürger investiert. Mit kleinteiligen Angeboten sei das Gesundheitswesen in Bayern bürgernah, weshalb gerade solche Einrichtungen wie das Gemeindekrankenhaus Werneck wichtig seien.

Geschäftsführer Wolfhard Walde ging nochmals auf die einzelnen Bauphasen ein. Immer wieder seien „Überraschungen“ aufgetaucht, was bei einem Gebäude aus dem Jahre 1965 nicht verwunderlich gewesen sei.

Zusammenfassung:

Es war ein gewaltiger Kraftakt, den sich der Markt Werneck mit der Generalsanierung des Gemeindekrankenhauses zugemutet hat. Von den 6,5 Mio. Gesamtkosten wurden lediglich 1,6 Mio. Euro an Zuschüssen durch den Freistaat Bayern beigesteuert, sodass fast fünf Mio. Euro aus dem Gemeindehaushalt aufzubringen waren.

Doch es hat sich rentiert, denn das Gemeindekrankenhaus ist somit für die Zukunft gerüstet und sein Fortbestand gesichert. Unterstrichen wird damit das Attribut Gesundheitsstandort, mit dem der Markt Werneck weit über die Grenzen des Landkreises hinaus bekannt ist. Weiterhin werden die Behandlungsschwerpunkte  auf den Bereichen der Inneren Medizin, Chirurgie (Endoprothetik) und Gynäkologie liegen.

Im sanierten Teil des 1965 erstellten Gebäudes wurde durch die Baumaßnahmen die Krankenzimmeranzahl von 15 auf elf reduziert. Der dadurch gewonnene Raum kommt dem Komfort der Patienten zugute, insbesondere dadurch, dass jetzt jedes Zimmer über eigene Naßbereiche verfügt. Wie Geschäftsführer Wolfhard Walde im Gespräch mit dieser Zeitung ausführt, stehen nun neben Zweibettzimmern auch Einzelzimmer zur Verfügung. Im Zuge der Maßnahmen konnte zudem der alte Kreißsaal zurückgebaut werden. Künftig kann er als Multifunktionsraum mit entsprechender Terchnik genutzt werden. Die Diensträume im besonders hitzeanfälligen Obergeschoss  können nun künftig über eine Wärmerückgewinnungsanlage im Sommer gekühlt werden.

Begonnen wurde mit der Baumaßnahme im Oktober 2019. Corona hat die Bauzeit in die Länge gezogen und nicht zuletzt dadurch kam es zu nicht vorhersehbaren Preissteigerungen, welche die Kosten von ursprünglich geplanten fünf Mio. Euro auf eben jene 6,5 Mio. Euro hochschnellen ließen. Mehrkosten, die alleine an der Marktgemeinde als 100-prozentigen Träger des Gemeindekrankenhauses hängen geblieben sind, weil es nur einen Festfördersatz gab. Allerdings sind sich auch nach Baubeginn weitere unvorhergesehene Mängel zu Tage getreten.

Neben der Ertüchtigung des ersten Bautraktes war es vor allem die Installation zweier Aufzüge für Personen und zum Bettentransport, welche die Umbaumaßnahmen kennzeichnen. Daneben waren es umfangreiche brandschutztechnische Maßnahmen und Leitungsverlegungen, die zu dem modernen Gebeäudetrakt beitrugen. Die Energiebilanz könne sich schon jetzt sehen lassen. Die Energiekosten seien signifikant gesunken, so Wolfhard Walde abschließend.

SAZ-Redakteur

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.