BAYON Fahrbericht: Hyundai legt mit dem Mini-SUV im B-Segment nach Der neue BAYON – ein unverwechselbares Design

Der BAYON ist das jüngste Design-Statement innerhalb der SUV-Familie von Hyundai.

Ein kleiner SUV in der Polo-Klasse

Unerwartete und gleichermaßen markante Linien und Proportionen machen ihn unverwechselbar. Damit verkörpert der BAYON die Hyundai Designphilosophie „Sensuous Sportiness“, die sich durch die Harmonie zwischen Proportion, Architektur, Styling und Technologie auszeichnet.
Sie haben es sicher gemerkt: Der erste Absatz ist direkt der Pressemappe entnommen. Aber wir wollen ihn einfach mal selber erfahren. Der BAYON ist natürlich kein SUV, wie er landläufig kritisiert wird. Statt großer Ausmaße und riesen Motoren findet man in diesem Hyundai einen sehr pfiffigen, nur 4,18 Meter kurzen Alltagsbegleiter mit 411 Litern Kofferraumvolumen (VDA-Norm). Er hat einen top-modernen und sehr sparsamen 1,0 Liter Turbo-Benziner, der wahlweise bis zu 120 PS leistet und je nach Ausstattung auch eine 7-Gang Automatik oder gar eine 48Volt Hybridlösung bereithält. Letzteres spart nochmals Kraftstoff.

An der Front sorgt ein gestreckter, nach unten offener Kühlergrill für einen robusten SUV-Auftritt. Dreigeteilte Hauptscheinwerfer in Kombination mit markanten Lufteinlässen unterstreichen den Auftritt. Schmale Tagfahrlichter sorgen für optische Breite. Man kennt das schon vom modellgepflegten KONA.

Die keilförmige Silhouette des BAYON wird von der breiten sich nach oben verjüngende C-Säule abgebremst und weckt Sorgen, ob diese beim rückwärts einparken stört. Nein, tut sie nicht, da die Kamera gute Arbeit leistet und der 10,25 Zoll-Bildschirm den Fahrweg perfekt abbildet.

Voll-LED Rückleuchten

Je nach Ausstattung kann der Kunde beim BAYON zwischen 15-Zoll-Stahlrädern oder 16- und 17-Zoll-Leichtmetallrädern wählen. Neben der neuen Farbe Mangrove Green stehen acht weitere Außenfarben zur Verfügung.

Zahlreiche schlaue Assistenzsysteme

Eine Reihe teilautonomer Fahrfunktionen heben den BAYON von seinen Mitbewerbern ab. So sorgt der aktive Spurfolgeassistent (LFA) dafür, dass das Fahrzeug in der Spur bleibt.

Das Kombiinstrument zeigt rein digital alles Wissenswerte an.

Der autonome Notbremsassistent (FCA) erkennt querende Fahrzeuge, Radfahrer sowie Fußgänger, löst zunächst einen Alarm aus und bremst, falls der Fahrer nicht oder zu zaghaft reagiert, um eine Kollision zu verhindern. FCA leitet auch eine Notbremsung ein, um beim Linksabbiegen eine Kollision mit einem entgegenkommenden Auto zu verhindern. Die navigationsbasierte adaptive Geschwindigkeitsregelanlage mit Abstandsregelung (NSCC) passt mithilfe der Daten des Navigationssystems die Geschwindigkeit auf Autobahnen oder Landstraßen selbstständig an.

Jetzt endlich wollen wir aber wissen, wie sich unser kleiner SUV fährt. Zu Verfügung gestellt wurde er uns freundlicherweise vom Autohaus ATB Autotechnik GmbH in Schweinfurt. Bei sommerlichem Regenwetter geht es in Richtung Hausen erst einmal auf die Autobahn. Das hohe Drehmoment des kleinen Benziners lässt einen spielend auf die A70 einfädeln und ebenso locker wie leise auf Richtgeschwindigkeit beschleunigen. Bergab Richtung Schonungen segelt man ohne Verbrauch der Abfahrt entgegen. Dort überzeugen auch die vier Scheiben der Bremsanlage genauso wie das trockene Fahrwerk. Es schaukelt nichts, es klappert nichts. In Hausen geht es steil zur Burning-Bike Mountainbike-Strecke hoch. Teilweise geschottert. Macht dem BAYON nichts aus. Mit 183 mm Bodenfreiheit nimmt er auch größere Bodenwellen gelassen. Ein Gravelbike konnten wir mit demontiertem Vorderrad und umgeklappten Rücklehnen ganz gut unterbringen, ohne die Vordersitze nach vorne schieben zu müssen. In dem Segment ist das anerkennenswert.

Mit 411 Litern nach VDA-Norm bietet der Kofferraum viel Platz

Entspannt im Alltag

Zurück nach Schweinfurt. Bei Mainberg verliert man manchmal den Überblick, welche Geschwindigkeit aktuell gilt. Der BAYON weiß diese aber und zeigt sie zuverlässig blinkend im Tachodisplay an, wenn man zu schnell unterwegs ist. Die Assistenten lassen einen ganz entspannt dahingleiten, was in dieser Klasse wirklich eine Erwähnung wert ist. Feierabendstau in Schweinfurt. Stop and Go in der Mainberger Straße. Die Klimaanlage funktioniert sehr gut, auch wenn der Motor schon einige Zeit spritsparend im Ruhemodus ist. Die Abgase der anderen bleiben gut gefiltert draußen. Das Getriebe lässt sich leichtgängig, präzise und intuitiv bedienen. Besonders in der Stadt fällt das positiv auf. Die vorderen Sitze sind eher schlank geschnitten, bieten aber eine sehr gute seitliche Unterstützung und drücken nirgends.

Bequem und fast sportlich sind die Passagiere vorne untergebracht

Nach oben bleibt genügend Platz, so dass man ein sehr angenehmes Raumgefühl hat.
Am Ende der Probefahrt stehen wir recht angetan vor dem kleinen Hyundai. Welche Ausführung würden wir empfehlen? Ganz klar die Vollausstattung und vielleicht als i-Tüpfelchen die Automatik. Dann hat man die maximale Balance aus Kompaktheit und Komfort.

(Text und Fotos: Christian Klippel)

Christian Klippel

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