Brotbackaktion zum Gochsumer Markt Der Historische Förderkreis Gochsheim-Weyer belebt Backtradition wieder

Nach mehr als einjähriger Unterbrechung konnte das Team des Historischen Förderkreises Gochsheim den alten Steinbackofen in den Kirchgaden zum ersten Mal wieder anfeuern und auf die notwendige Temperatur von rund 600 Grad erhitzen.

Schon Tage zuvor hatte Bäckermeister Rainer Ludwig den Sauer für die beiden Brotsorten Misch- und Roggenbrot angesetzt, denn Zeit ist ein wichtiger Qualitätsfaktor. Am Freitag wog Günter Hack Teigportionen ab, die danach von Bäcker Ludwig fachmännisch geknetet und in die Brotkörbe gelegt wurden. Insgesamt wurden so einhundert Brote vorbereitet. Klaus Seubert, Karl-Heinz Fleischer und Albert Ziegler transportierten die Brotkörbe durch die Gadenanlage und reihten sie neben dem Backofen auf. Sobald die richtige Temperatur erreicht war, wurde die Glut aus dem Backofen geholt und danach musste es schnell gehen. Das Backteam schob bei jedem Backdurchgang fünfzig Laibe in den Ofen, wo sie bei anfangs 450 Grad etwa 60 Minuten backten.

Bild: Günter Hack wiegt jeweils 1250 Gramm Teig ab, der dann von Bäckermeister Rainer Ludwig (Bildmitte) geknetet und in die Backkörbe gelegt wird. Klaus Seubert (rechts) und Albert Ziegler setzen die Laibe auf den Transportwagen, wo sie nochmal 30 Minuten gehen dürfen. (Foto: Peter Volz)

Rainer Ludwig backt seit 23 Jahren in Gochsheim, das Brotbackteam des Historischen Förderkreises führt die Brotbackaktion für den Markttag seit 14 Jahren durch, in den coronafreien Jahren immer ab Mai jeweils am 1. Freitag im Monat. Erfahrungsgemäß reichen die rund hundert Brotlaibe nie, um die Nachfrage zu decken, aber mehr können Backofen und das Backteam von Günter Hack nicht leisten.

Verkauft wurden die vorbestellten hundert Brote von Renate Schickram und Helene Schöner am nahen Marktstand in zwei Durchgängen, erst das Mischbrot dann ab 13 Uhr das Roggenbrot. Außerdem bot der Förderkreis noch Plootze und Kleingebäck zum Verkauf. Der nächste Backtermin ist Freitag, der 6. August 2021 und telefonisch vorbestellen kann man wieder bei Renate Schickram unter der Telefon-Nr. 09721-61946.

Redaktion SAZ

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