Cycling Team Schweinfurt besteht seit einem Jahr Radfahren wird immer beliebter: Routenangebot wurde erweitert

Schweinfurt (el). Fahrradfahren erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Und in der Gruppe mit Gleichgesinnten unterwegs zu sein, erhöht den Spaßfaktor zusätzlich. Das Cycling Team Schweinfurt versteht sich als eine Vereinigung unabhängiger Radfahrer aller Altersgruppen.M

Jeder Radfahrer ist willkommen

„Jeder der Fahrrad fährt ist willkommen“ sagt Andreas Katzenberger, der Sprecher der Gruppe beim Redaktionsgespräch. Ausgerechnet zu Beginn des Corona-Jahres 2020 kam es zur Vereinsgründung und inzwischen sind 40 Mitglieder in unterschiedlichen Konstellationen regelmäßig dabei, wenn entsprechende Ausflüge angeboten werden. Corona-bedingt liegt das Angebot aktuell jedoch brach. Bei Inzidenzen über 100 dürfen maximal zwei Familienmitglieder mit einer weiteren Person als Gruppe unterwegs sein.

„Wir haben die Zeit genutzt, um unser Routenangebot zu erweitern und zu verbessern“ sagt Katzenberger und verweist auf Vereinsvorsitzenden Peter Brembs, der seit 40 Jahren mit dem Rad schon auf allen Wegen in der Region Main-Rhön unterwegs war. „Er kennt so gut wie jeden Weg, die Beschaffenheit und weiß auch schon im Voraus, wo man am besten rastet und wie lange die Tour dauert“. So kann das Cycling Team für jeden etwas anbieten. Familientouren mit Kindern sind ebenso dabei, wie rein asphaltierte Strecken für das schnellere Rennradfahren.

Für reibungslose Kommunikation und Organisation sorgt eine WhatsApp-Gruppe, in der nicht nur die Touren bekannt gegeben werden. Hier kann auch jeder Anregungen geben und kurzerhand einen Fahrpartner finden.

Teilnahme an Wettbewerben

Die Rennrad-Gruppe nimmt immer wieder auch an nationalen und internationalen Wettbewerben teil. Inzwischen haben sich einige Sponsoren gefunden, die die finanziellen Aufwendungen für solche Events abfedern.

Seit etwas über einem Jahr besteht der Verein und es war ausgerechnet eine Beerdigung, die zur Vereinsgründung führte. 2016 wurde ein Radfahrkamerad von Andreas Katzenberger zu Grabe getragen und im Anschluss wurde die Idee des Cycling Teams beim Austausch alter Anekdoten unter den anwesenden Radfahrern konkret. Man verwarf zunächst jedoch den Gedanken einer Vereinsgründung.

Zu Beginn waren es reine Hobbyausfahrten, für die sich dann immer mehr auch Familienmitglieder begeisterten, das Rennradeln auszuprobieren. Und es kamen immer mehr alte Kameraden aus Jugendradsportzeiten dazu. Schließlich fassten die Rennsportbegeisterten den Entschluss auf das 24-Stunden-Rennen in Kelheim zu trainieren. Ein Teil der über 50-jährigen löste sogar wieder UCI-Lizenzen, die man benötigt, um an internationalen Rennen teilzunehmen. Schließlich wurde 2020 der Verein gegründet.

In „normalen“ Zeiten trifft man sich monatlich einmal, in der Pizzeria Ai Due Galli in Grafenrheinfeld zum Stammtisch. Jetzt hoffen alle im Verein auf die Aufhebung des Lockdowns. Dann können endlich wieder verschiedene Vereinsaktivitäten geplant und gestaltet werden. Und man verabredet sich zur gemeinschaftlichen Ausfahrt.

Text von Daniel Wiener

SAZ-Redakteur

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