Das Leben und den Moment mit Freunden feiern Kaum jemals war die Freude auf Biergarten und Co. größer als in diesem Jahr

(djd). Ein kühles Pils in gemütlicher Runde mit Freunden in einem Biergarten oder einer anderen Open-Air-Location: Wohl selten war die Vorfreude auf genussvolle Geselligkeit größer als in diesem Jahr. Die Menschen in Deutschland können und wollen den Sommer und ein entspanntes Lebensgefühl in der Stadt und auf dem Land ausgelassen und fröhlich im Freien feiern. Auf Dachterrassen, in Schatten spendenden Innenhöfen oder ganz traditionell unter Bäumen im Biergarten bei einem frisch gezapften Bier oder einem kühlen Radler.

Neue Ideen und neue Locations

Gespannt sein darf man darauf, mit welchen neuen Ideen, neuen Konzepten und neuen Locations die Freiluft-Gastronomie an den Start gehen wird. Auf jeden Fall dürfen sich die Menschen auf viele attraktive Möglichkeiten freuen, mit Freunden, Kollegen und Bekannten am Nachmittag, am Abend und sogar bis spät in die Nacht zusammenzusitzen. Liberale Öffnungszeiten haben dazu geführt, dass sich das Leben immer mehr im Freien abspielt, bei einer oftmals fast schon mediterranen Atmosphäre. „Bis 2020 hatte die Zahl der Biergärten immer weiter zugenommen, in den 20 Jahren seit der Jahrtausendwende dürfte sie sich in etwa verdreifacht haben“, schätzt Ulrich Biene von der Brauerei C. & A. Veltins. Im Allgemeinen gehören Außenterrassen und Freisitze inzwischen zum Must-have in der Gastronomie – in welchem Stil diese daherkommen ist auch abhängig vom jeweiligen Gastronomiekonzept. Aber eins steht grundsätzlich fest: „Ein kühles Pils nach einem heißen Tag – so entspannt konnten und können jetzt wieder Einheimische und Touristen den Sommer vielerorts genießen“, schwärmt Ulrich Biene.

Wer hat den Biergarten eigentlich erfunden?

Ihren Ursprung haben die Biergärten in München. Hier sind die größten, ältesten und auch die meisten von ihnen angesiedelt. Im 16. Jahrhundert legte die bayerische Brauordnung fest, dass Bier nur zwischen Ende September und Ende April gebraut werden dürfe. Einen Sommer ohne den Gerstensaft konnten sich die Menschen aber schon damals nicht vorstellen. Um das im März und April gebraute Bier den Sommer über in kühler Umgebung lagern zu können, legten die Brauer also einen Bierkeller an. Zum Schutz vor der Sonne wurden Schatten spendende Bäume angepflanzt, unter denen irgendwann das ausgeschenkte Bier sofort getrunken wurde – der Biergarten war geboren.

Redaktion SAZ

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