Pimp den Kunststoff – 3. Preis in Chemie für Lukas Dellermann Bundesbildungsministerin Anja Karliczek kürt die Jugend forscht Bundessieger 2021

Die Preisträgerinnen und Preisträger des 56. Bundeswettbewerbs Jugend forscht stehen fest.

Deutschlands beste Nachwuchswissenschaftler wurden heute bei der Online-Siegerehrung von Bundesbildungsministerin Anja Karliczek und weiteren Ehrengästen ausgezeichnet. Das Bundesfinale 2021, für das sich 169 junge MINT-Talente mit 113 innovativen Forschungsprojekten qualifiziert hatten, wurde gemeinsam ausgerichtet von der Stiftung Jugend forscht e. V. und vom Science Center experimenta in Heilbronn. Die Veranstaltung fand aus Gründen des Infektionsschutzes erstmals in der Jugend forscht Geschichte online statt.

Unter den Preisträgern ist auch Lukas Dellermann aus Grettstadt. Der 18-jährige Schüler des Alexander-von Humboldt Gymnasiums hat den 3. Preis im Fachbereich Chemie gewonnen. Er erhält ein Preisgeld von insgesamt 2500 Euro. Der Preis setzt sich zusammen aus einem 1.500 Euro Fonds der Chemischen Industrie im Verband der Chemischen Industrie e. V. und dem Preis für eine Arbeit auf dem Gebiet der chemischen Nanotechnologie, einem 1.000 Euro Fonds der Chemischen Industrie im Verband der Chemischen Industrie e. V.

Seine Forschung bezog sich auf den Einfluss nanoskaliger Additive auf die Eigenschaften von Kunststoffkompositen.

Winzig kleine Nanopartikel können die Eigenschaften von Kunststoffen verändern und verbessern. Dafür ist es wichtig, dass sie sich gleichmäßig im Material verteilen und nicht verklumpen. Lukas Dellermann stellte aus Polyesterharz, Härter und dem Additiv Aluminiumoxid Probekörper her und analysierte deren Härte und Belastbarkeit. Er stellte fest, dass der Kunststoff mehr Druck- und Schlagbelastung aushält, wenn Partikel mit einer Größe von nur 13 Nanometern zugemischt werden. Bei größeren Partikeln mit 40 Nanometern war das nicht der Fall. Die mögliche Erklärung: Eine homogene Verteilung des Additivs im Harz ist schwierig zu erreichen. Unter dem Rasterelektronenmikroskop konnte der Jungforscher sichtbar machen, dass vor allem die größeren Partikel Miniklümpchen bilden, was deren Wirkung abschwächt.

Teilnehmer des Bundeswettbewerbs Jugend forscht 2021
© Jugend forscht / Max Lautenschlaeger
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DAS NUTZUNGSRECHT DER ABGEBILDETEN PERSONEN IST UNGEKLÄRT

Der Preis „Jugend forscht Schule 2021“ der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland, überreicht von der KMK-Vizepräsidentin und brandenburgischen Bildungsministerin Britta Ernst, ging an das Ökumenische Gymnasium zu Bremen für seine vorbildliche MINT-Förderung.

Eine Liste der Preisträgerinnen und Preisträger aus Ihrem Bundesland finden Sie in der Anlage. Kurzbeschreibungen aller Projekte, druckfähige Fotos, Videos und weiterführende Informationen gibt es unter www.jugend-forscht.de und https://jufo-buwe.experimenta.science.

Redaktion SAZ

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