Die ersten Termine fanden digital statt Junior Ingenieur Akademie bei Glöckle trotzt Corona

Schweinfurt – Homeschooling, Wechselunterricht, dann gemeinsames Lernen mit Masken und viel Frischluft – das vergangene Schuljahr war für Schüler*innen sowie deren Lehrer*innen ein echter Kraftakt. Exkursionen oder externe Besuche schienen lange Zeit nicht möglich – obwohl dies der Kern der Junior-Ingenieur-Akademie (JIA) ist, bei der die Unternehmensgruppe Glöckle Projektpartner des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums (AvH) ist. „Da schon 2020 ein Großteil der Termine aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden musste, war es uns wichtig, in diesem Jahr ein Alternativprogramm anbieten zu können“, so Carolin Glöckle, geschäftsführende Gesellschafterin der Unternehmensgruppe Glöckle, „Wir wollten den Jugendlichen trotz alledem die Möglichkeit bieten, einen Eindruck von den vielfältigen Arbeitsfeldern in der Baubranche zu bekommen.“       

Die ersten beiden Termine fanden darum digital statt. Auf dem Programm standen eine Unternehmensvorstellung sowie ein Vortrag zum Thema Inhouse-Architektur, Lean-Management und Grundlagen der Projektentwicklung, moderiert von Firmenchefin Carolin Glöckle und Andreas Halbig, technischer Leiter der Projektentwicklung. Beim zweiten Termin informierte Christian Zörner, Geschäftsführer der Baustoffwerke und der Sparte Transportbeton über Bau-Rohstoffe und deren Gewinnung, sowie die Herstellung und Verwendung von Transportbeton. Anschließend an die Vorträge hatten die Schülerinnen und Schüler jeweils ihren großen Auftritt: Im Rahmen der JIA hatten sie, unterstützt von Frank Baier, Leiter des Semesters Bauingenieurwesen am AvH, Gebäude entworfen und aus Lego gebaut. Ihre Entwürfe und Modelle präsentierten die Jugendlichen digital der Glöckle-Firmenchefin und bekamen von ihr wertvolle Tipps und vor allem viel Lob.   

Als schließlich alle Schülerinnen und Schüler wieder den Präsenzunterricht besuchen durften, organisierte die Unternehmensgruppe Glöckle in Absprache mit Studiendirektor Frank Baier und Schulleiter Klemens Alfen zwei Exkursionen. Ende Juni besuchte die JIA darum das Betonfertigkeilwerk in Schwebheim – natürlich nicht ohne vorherige Corona-Schnelltests und damals noch mit Mundnasenschutz. Geschäftsführer Thomas Ehehalt nahm die Gruppe in Empfang und führte sie durch die gut belüfteten Hallen, in denen riesige Stahlformen geflochten und Betonfertigteile geschalt und gegossen werden und erläuterte die Planung von Betonfertigteilen.

Beim zweiten und insgesamt letzten Exkursionstermin besuchten die Schülerinnen und Schüler eine Baustelle im Stadtteil Bellevue  – nah gelegen zum AvH. Ausgestattet mit festen Schuhen und Bauhelmen wurden sie durch den Rohbau eines Mehrfamilienhauses geführt, angefangen von der Tiefgarage über die in einzelnen Stockwerken entstehenden Wohneinheiten bis hoch aufs Dach. Andreas Halbig, der die Führung leitete, informierte die Gruppe über verschiedenste Aspekte rund um den Bau und den Verkauf einer Immobile. Die Schülerinnen und Schüler waren sehr interessiert und konnten aufgrund ihres erworbenen Vorwissens schon gut mitreden. 

 

„Aufgrund der über Jahre gewachsenen Kooperation wussten wir als Schule, dass wir uns bei der Planung und Umsetzung eines organisatorisch schwierigen Corona-Semesters auf Glöckle als Partner verlassen können. In der für die Schüler sehr ermüdenden Zeit des Homeschoolings waren die Termine mit den externen Partnern ein echtes Highlight, um wenigstens einen kleinen Einblick in die Berufswelt außerhalb der Schule zu bekommen, der dann am Ende durch die Exkursionen noch abgerundet werden konnte“, so Studiendirektor Frank Baier.

Alles in Allem, so ist man sich einig, war die JIA in diesem Jahr ein voller Erfolg. Im kommenden Jahr, 2022, wird es dann hoffentlich wieder mehr Exkursionen und persönliche Begegnungen geben.

SAZ-Redaktion3

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.