Die VR-Bank Schweinfurt im Geschäftsjahr 2020 Erfreuliches und grundsolides Ergebnis der Geschäftstätigkeit

Die Bank kann auch für das Corona-Jahr 2020 von einem erfreulichen und grundsoliden Ergebnis der Geschäftstätigkeit berichten.

Der Vorstandsvorsitzende Frank Hefner verweist darauf, dass dies nicht nur den modernen technischen Möglichkeiten zu verdanken ist, mit denen die Bank den Kontakt zu ihren Kunden auch in außergewöhnlichen Zeiten intensiv pflegen kann – zumal diese „Omnikanalfähigkeit“ von einem immer größeren Anteil der Kundschaft ohnehin eingefordert und v.a. beim jüngeren Klientel als Standard erwartet wird. Trotz dieses Umstands wäre das Geschäftsergebnis in 2020 nicht erreichbar gewesen ohne die Flexibilität und des großen Engagements unserer Mitarbeiter:innen, wofür sich Herr Hefner an dieser Stelle auch im Namen seines Vorstandskollegen Markus Feser und des Aufsichtsrats noch einmal ausdrücklich bedankt. Ein ganz besonderer Dank gilt auch dem ehemaligen Vorstandskollegen Wolfgang Schech, der sich am 31.3.2020 nach fast 48 Jahren im Dienste der Bank in den Ruhestand verabschiedete und dessen Verdienste bei einer Feier am 28.7.2021 gesondert gewürdigt werden.

In den Jahren von 2010 bis einschließlich 2020 haben wir unser bilanzielles Kundenkreditvolumen mehr als verdoppelt und zum Stichtag 31.12.2020 die Marke von 703 Mio Euro erreicht. Dabei wuchsen wir v.a. in den Jahren ab 2014 deutlich über dem bayerischen Verbandsdurchschnitt, während wir im Jahr 2020 ziemlich genau mit der durchschnittlichen Verbandsrate von knapp 6% zulegten. Dies war v.a. dem Umstand geschuldet, dass wir angesichts der Corona-Krise sowohl als Bank selbst genauso wie viele Unternehmen vorsichtiger investierten, da Prognosen zur künftigen wirtschaftlichen Entwicklung mit großen Unsicherheiten behaftet waren. Insgesamt ist damit unser Kundenkreditvolumen im Verhältnis zur Bilanzsumme im Verbandsvergleich nur noch knapp unterdurchschnittlich ausgeprägt – und das obwohl unsere Bilanzsumme von 2010 bis einschließlich 2020 relativ stark um mehr als 60% auf 1.241 Mio Euro zugelegt hat. Grund für dieses seit Jahren bemerkenswerte Bilanzsummenwachstum ist v.a. der hohe Zufluss an Kundeneinlagen, der uns auch im Jahr 2020 erneut ein Wachstum von über 5% auf nun 982 Mio Euro bescherte. Da bilanzielle Kundeneinlagen aufgrund der Negativzinsphase für praktisch alle Banken inzwischen eine gravierende betriebswirtschaftliche Herausforderung darstellen, lohnt sich auch ein Blick auf unsere sogenannte „Verbundbilanz“, die die Zahlen unserer eigenen Bilanz ergänzt um unsere Kundengelder, die bei unseren Partnern des genossenschaftlichen Finanzverbunds (wie z.B. der Union Investment, der Bausparkasse Schwäbisch Hall oder der R+V-Versicherung) und bei unserem Kooperationspartner Allianz verwaltet werden. In der Verbundbilanz konnten wir bis zum Bilanzstichtag 2020 ein insgesamt von uns betreutes Kundengeschäftsvolumen von sehr beachtlichen runden 2,66 Mrd. Euro aufbauen. Diese ganzheitliche Beratung unserer Kunden über alle finanziellen Bedarfsfelder hinweg – inkl. entsprechender Vermittlung unserer Kunden an unsere auf bestimmte Themenfelder wie beispielsweise Fondsanlage, Vermögensverwaltung, Versicherungen und Bausparen spezialisierten Partner schlägt sich traditionell schon seit Jahrzehnten in einer deutlich über dem Verbandsdurchschnitt liegenden Provisionsüberschuss nieder, der gemessen an unserer Bilanzsumme im abgelaufenen Geschäftsjahr gute 0,71% betrug.

Unser Eigenkapital haben wir seit 2010 bis einschließlich 2020 auf 127 Mio Euro praktisch verdreifacht. Allein in 2020 konnten 9,166 Mio zugeführt werden.

Für das Geschäftsjahr 2020 wurden an unsere Mitglieder insgesamt 655.178,09 Euro Dividende und Mitgliederbonus ausgeschüttet.

Vertreterversammlung:

Die beschlussfassende Versammlung der Eigentümer der VR-Bank Schweinfurt musste heuer erstmals seit dem über 150-jährigen Bestehen der Bank per Live-Stream stattfinden. Grund waren die extrem hohen Inzidenzwerte in Stadt und Landkreis Schweinfurt, die es den Genehmigungsbehörden trotz ausgefeiltem Hygienekonzept, das sich noch im Herbst 2020 bei der vorangegangenen Versammlung bewährt hatte, unmöglich machte, einer Präsenzveranstaltung zuzustimmen.

Die Veranstaltung verlief dank technischer Unterstützung eines auf virtuelle Vertreterversammlungen spezialisierten Unternehmens technisch völlig reibungslos. Auch der wichtige und gerne gepflegte Gedankenaustausch und Dialog zwischen Eigentümervertretern und Vorstand bzw. Aufsichtsrat konnte uneingeschränkt – wenn auch in neuer Form – gelebt werden.

Vorstand und Aufsichtsrat wurden entlastet. Als neuer Aufsichtsrat wurde der Sennfelder erste Bürgermeister Oliver Schulze in das Gremium berufen. Altersbedingt nicht wiederwählbar sind die Herren Budau und Karbacher nach jahrzehntelanger erfolgreicher Tätigkeit aus dem Aufsichtsgremium der Bank ausgeschieden. Sie werden bei der planmäßig in Präsenz stattfindenden außerordentlichen Vertreterversammlung am 12.7.2021 in einem würdigen Rahmen offiziell verabschiedet.

Außerordentliche Vertreterversammlung:

In der außerordentlichen Vertreterversammlung wird über die geplante Fusion mit der Nachbargenossenschaft Volksbank Raiffeisenbank Rhön-Grabfeld entschieden. Deren Vorstandsgremium, bestehend aus Herrn Vorstandsvorsitzenden Markus Merz (seines Zeichens amtierender unterfränkischer Bezirkspräsident des Genossenschaftsverband Bayern), dem stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden Herrn Michael Reif und Herrn Vorstand Tobias Herzog, hatte sich bereits auf der regulären Versammlung am 10.6.2021 den Vertretern der Bankeigentümer vorgestellt. Flankierend dazu luden Vorstand und Aufsichtsrat der VR-Bank Schweinfurt die Vertreter ihrer Bank in den letzten Wochen zu mehrere Vertreterinformationsveranstaltungen ein, auf denen alle Aspekte der Fusion erläutert und besprochen wurden. Der Vorstandsvorsitzende Frank Hefner berichtet, dass ohne Ausnahme bei jedem Treffen die Fusion von den Vertretern als sinnvoll erachtet wurde. Es gelte die Herausforderungen der Zukunft gemeinsam aus einer Position der Stärke heraus anzugehen und Hürden wie stark zunehmende regulatorische Anforderungen, nachhaltige Niedrigzinsphase, verändertes Kundenverhalten, weitere Investitionen in Digitalisierung sowie Fachkräftemangel zu meistern. Kritische Fragen der Vertreter konzentrierten sich auf Stichworte wie Nähe zum Kunden und Regionalität. Die Vorstandschaft konnte die berechtigte Sorge der Vertreter jedoch schnell zerstreuen, da sich Vorstände und Aufsichtsräte gleich zu Beginn der Fusionsgespräche einstimmig darauf geeinigt hatten, dass sich an den Marktstrukturen praktisch nichts ändert und dadurch der Kundenvorteil in Form der Markt- und Menschenkenntnis der Entscheidungsträger vor Ort gepaart mit der schnellen Entscheidung auf Basis entsprechender Kompetenzen erhalten bleibt. Im Gegenteil: Aufgrund der doppelt so großen neuen VR-Bank Main-Rhön könne das Beratungsangebot vor Ort mit Hilfe von neuen Spezialangeboten wie z.B. Estate Planning und Zahlungsverkehrsberatung sogar noch ausgebaut werden. Die gerade erst neu entwickelte und bis Ende 2022 umgesetzte Filialstruktur bleibt von der Fusion ebenfalls unberührt – sie hilft sogar dabei, den aktuellen Stand möglichst lange wahren zu können. Zudem wird es im künftigen Vorstandsgremium zwei Sprecher geben: Einen für die Region Rhön (Markus Merz) und einen für die Region Main (Frank Hefner).

SAZ-Redakteur

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