Digitalisierung in Schulen während Corona MdB Weisgerber diskutiert mit Prof. Dr. Waschler MdL

„Es gibt aktuell kaum ein dringlicheres Thema als die Digitalisierung an Schulen. Daher wollen wir wissen, wo der Schuh drückt“. Mit diesen Worten begrüßte die CSU-Bundestagsabgeordnete Dr. Anja Weisgerber die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur Videokonferenz „Digitalisierung und Schule während und nach Corona“. Gemeinsam mit dem Arbeitskreis Schule, Bildung, Sport der CSU (AKS) hatte sie Schulleiter, Lehrkräfte, die Sachaufwandsträger und Eltern zur Diskussion mit dem bildungspolitischen Sprecher der CSU-Landtagsfraktion Prof. Dr. Gerhard Waschler eingeladen. Weisgerber betonte, dass es noch nie so viel Mittel für die digitale Infrastruktur im Schulbereich gab. „Mit dem DigitalPakt Schule unterstützen wir Schulen mit 5 Milliarden Euro. Im Zuge der Pandemie haben wir schnell reagiert und die Mittel für Leihgeräte für Schüler oder Geräte für die Lehrerschaft nochmals um 1,5 Milliarden Euro erhöht.“ Der Freistaat hat die Mittel um 125 Millionen Euro aufgestockt.

Die Staatsministerin bei der Bundeskanzlerin und Beauftragte der Bundesregierung für Digitalisierung betonte in einem Videostatement, dass die Digitalisierung des Schulbetriebs durch die Pandemie einen Schub bekommen habe. „Dinge, die vorher unmöglich erschienen, wurden plötzlich gemacht.“ Sie wies auch darauf hin, dass neben der digitalen Infrastruktur auch das technische Know-How vor Ort wichtig sei. Die CSU im Bundestag hat dies bereits aufgegriffen und wird sich für einen Systemadministrator für jede Schule stark machen. „Jede Schule muss eine eigene IT-Fachkraft zur Systemintegration haben, damit Smartboard, Tablets und Robotik-Unterricht immer funktionieren“, ergänzte Weisgerber.

Der Vorsitzende des AKS in Unterfranken und Schulleiter Marco Korn betonte: „Wir sind dankbar für die finanzielle Unterstützung durch den Bund und den Freistaat. Es geht voran. Doch die Geräteausstattung stellt die Schulen auch vor Herausforderungen hinsichtlich Wartung, Datenschutz und IT-Administration. Daher freut es mich, dass die Politik das Problem bereits aufgegriffen hat“. Weiterhin zeigte er sich stolz, dass es gelungen ist, die Lehrerschaft während der Pandemie durch gezielte Fortbildungsangebote im Bereich digitalem Unterricht fit zu machen.

Prof. Gerhard Waschler betonte, dass die Gelder des Bundes ein Segen seien, jedoch auch Probleme mit sich bringen. Vor allem im Bereich der Verwaltung stecke der Teufel im Detail. Hier müsse die Zusammenarbeit zwischen Bund und Länder noch optimiert werden. Weiterhin berichtete er: „Die Pandemie hat uns gezeigt, dass bei all der digitalen Möglichkeiten, der Unterricht vor Ort, die gemeinsame Arbeit im Klassenzimmer und der persönliche Kontakt mit Mitschülern und Lehrkräften durch nichts zu ersetzen und Grundvoraussetzungen für ein erfolgreiches Lernen seien. Da wollen wir wieder hinkommen“.

In der Diskussion waren sich die Lehrkräfte, Schulleiterinnen und Schulleiter sowie die Sachaufwandsträger einig, dass die finanzielle Unterstützung seitens der Politik eine große Hilfe ist. Wobei sich die Situation je nach Schulart und Schulgröße in der Umsetzung unterschiedlich darstellt, da es viele verschiedene Stellschrauben gebe. Weiterhin kam die Forderung nach einem einheitlichen digitalen Rahmen für den Unterricht zur Sprache. Dieser sei bereits in der Umsetzung, erklärte Prof. Waschler.

Zum Abschluss waren sich alle einig, dass wir verantwortungsvoll mit der Öffnung der Schulen umgehen müssen, um den Kindern- und Jugendlichen zu ermöglichen, wieder in den Schulen in Präsenz zu lernen.

SAZ-Redaktion3

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.