Einblicke in die Industriegeschichte In der Spinnmühle gibt es ein eigenes Museum zur Darstellung einstiger Schweinfurter Schaffenskraft

Schweinfurt (red). Das Logo für das (kleine) Industriemuseum Schweinfurt in der Spinnmühle an der Gutermannpromenade 1 in Schweinfurt soll dem Museum der Schweinfurter Industriegeschichte ein Gesicht geben. 2015 eröffnete das vom Verein AKI Förderkreis Industrie-, Handwerks- und Gewerbekultur Schweinfurt e.V. betriebene Kleine Industriemuseum. Hier werden die Ursprünge der Schweinfurter Industriegeschichte gezeigt.

Eine historische Schweinfurter Kugelschleifmaschine, verschiedene Wälzlagerarten und deren Herstellung, die Sachs Radnaben- und Motorenentwicklung und der legendäre „98er Sachser“ sind dort zu bewundern. Sonderausstellungen sorgen immer wieder für Abwechslung und laden zum regelmäßigen Besuch ein. Die aktuelle Wechselausstellung „Als Schweinfurt das Fliegen lernte“ zeigt, wie Schweinfurt und die Luft- und Raumfahrt in Verbindung stehen.

Das Industriemuseum Schweinfurt kann mittlerweile durch angemeldete Gruppen (mit bis zu 5 Personen) und unter Beachtung der Corona-Regeln (Abstand, FFP 2 Maske, Besucher-Registrierung usw.) besucht und besichtigt werden. Die Anmeldung  (mit Terminwunsch) erfolgt per eMail an museumsfuehrung@aki-schweinfurt.de.

Auf Facebook, Youtube und Instagram kann virtuell ein Eindruck vom Schweinfurter Industriemuseum gewonnen werden. Eine eigene Homepage für das Industriemuseum Schweinfurt befindet sich im Aufbau. Der Museumsbesuch ist kostenfrei. Zum Erhalt und der Weiterentwicklung des Industriemuseums Schweinfurt sind wir auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Neben dem Betreiberverein können sowohl Unternehmen (z.B. als Fördermitglied) als auch Privatpersonen ihren Teil über Spenden beitragen. Die Schweinfurter Industriegeschichte blickt heute auf über 250 Jahre zurück. Sie begann 1770 und hat ihre Wurzeln in der damaligen Reichsstadt Schweinfurt. Alle Branchen waren in Schweinfurt vertreten: Farben, Chemie, Elektro, Filme, Schuhe, Textil, Lebensmittel, Genussmittel, Gesundheit und natürlich auch Metallverarbeitung.

Durch die Synergie aus Erfindergeist, Handwerk und kaufmännischem Geschick entstanden global relevante Produkte und weltweit agierende Konzerne. Namen wie Wilhelm Sattler, Philipp Moritz Fischer, Wilhelm Höpflinger, Ernst Sachs, Georg Schäfer, Fritz Stöcklein und viele mehr prägten die Geschichte der Stadt Schweinfurt.

Der Auslöser zur Gründung des AKI-Förderkreises war 1993 der Abriss der Firma Sand- und Kiesbaggerei Blum & Co an der Mainlände. Der Greiferdrehkran dieser Firma konnte erhalten und unter Federführung des Kulturamtes und der AKI-Mitglieder erfolgreich restauriert werden. Er steht heute an der Mainlände in der Nähe des Jugendgästehauses. Auch konnte ein historischer Friseursalon und eine Schusterwerkstatt gesichert und erhalten werden.

Neben dem Industriemuseum Schweinfurt unterstützt der Betreiberverein viele Projekte und Ausstellungen in und mit der Stadt Schweinfurt. So wurden unter anderem „Made in Schweinfurt“-Ausstellungen unterstützt, Zeitzeugen wie zum Beispiel die über 100 Jahre alten SKF-Tore erhalten. (Kreisverkehr Maintal und Durchgang Gunnar-Wester-Straße / Schrammstraße), Rundwege durch die Stadt konzipiert und ein historischer Möbelwagen zum mobilen Museum ausgebaut (auch schon beim Stadtfest Schweinfurt im Einsatz).

Motiviert sammeln und restaurieren wir bedeutsame Gegenstände. Fasziniert erforschen, sichern und digitalisieren wir die Historie der technischen, wirtschaftlichen und sozialen Entwicklungen. Diszipliniert verwalten und digitalisieren wir Exponate und Dokumente.

Neben dem Industriemuseum Schweinfurt ist es ein erklärtes Ziel, die Entwicklung vom Handwerk zur Industrie noch besser darzustellen.

Instagram: Industriemuseum_Schweinfurt – Facebook: Industriemuseum Schweinfurt – Youtube: Indusriemuseum Schweinfurt – Betreiberverein Homepage: aki-schweinfurt.de

SAZ-Redakteur

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