Fahrbericht Hyundai IONIQ5 Mit E-Power an die Mainschleife. Power your world.

Viel konnte man bereits in den letzten Wochen über Hyundai`s neuestes E-Auto lesen oder auf den einschlägigen Social-Media-Plattformen ansehen.

Wobei der Begriff „Auto“ eher zu konservativ klingt. Der von der Schule abgeholte Junior bekam den Mund nicht mehr zu, als er unseren Testwagen von ATB Autotechnik in Schweinfurt bestieg. Er meinte das sei ein „Future-Mobil“. Nun gut, das passt ganz treffend zum Gesamtkonzept.

 

Der neue IONIQ5

Der IONIQ5 fällt beim ersten Kontakt in der Tat dadurch auf, dass er futuristisch-kompakt und großzügig zugleich wirkt. Die Front mutet sehr markant an, mit schmalen rechteckigen LED-Frontscheinwerfern und diversen Designelementen in der Frontmaske. Man merkt, dass Hyundai bei seiner neuen Elektroplattform E-GMP einen sehr langen Radstand mit 3000mm gewählt und die Proportionen daran angepasst hat. Somit steigt man in ein breites Fahrzeug mit einem großzügigen Innenraum und bemerkt, dass dessen Boden durchgehend flach ist. Der Verzicht auf eine Mittelkonsole unterhalb des Armaturenbrettes ermöglicht ein sehr luftiges Raumgefühl. Wobei der Begriff Armaturenbrett ersetzt werden müsste. Es gibt nämlich statt Armaturen zwei moderne 12,25 Zoll große Displays, die sich intuitiv ablesen und bedienen lassen und fast zu schweben scheinen. Unter anderem kann man Navigation, Radio und Lüftung per Touch bedienen. Oder man überlässt das dem Sprachassistenten.

Futuristische Elemente in neuen Hyundai.

Das überragende Raumkonzept lässt auch den Hinterbänklern genügend Beinfreiheit übrig. Der Kofferraum enttäuscht ebenfalls nicht. Hier passen 531 Liter hinein, was für fast alle Lebenslagen genügen sollte.

531 Liter Volumen

Wenn nicht, darf auch eine Anhängerkupplung dran. Ein Novum bei Elektrofahrzeugen. Angst, dass die Akkus ruck-zuck leer werden braucht dabei niemand zu haben. Deren Kapazität liegt modellabhängig zwischen 58 und 72,6 kwh. Unser Testverbrauch lag bei moderaten 16,7 kwh/100 km. Erstaunlich. Fast einzigartig ist das 800-Volt-DC-Schnellladesystem. Die Akkus sollen innerhalb von 18 Minuten von zehn auf 80 Prozent geladen werden können. Hängt der Wagen nur fünf Minuten am Schnelllader, sind 100 Kilometer Reichweite drin.

Nun aber genug von Technik und Abmessungen. Wie fährt sich der IONIQ5 im Alltag? Leise. Kultiviert. Beruhigend. Drückt man den Akzelerator stärker durch, ändert sich das Tempo so schnell, wie es eben nur E-Fahrzeuge oder Supersportwagen können. Jede Beschleunigung wird zur großen Freude. Ebenso wie das Bremsen. Das übernimmt meist auch der Gasfuß in Form der Rekuperation „i-Paddle“. Wenn man möchte, sind auf der Autobahn gut 180 km/h möglich.

Der IONIQ5 bleibt dabei sehr komfortabel und fast unhörbar. Windgeräusche bei Richtgeschwindigkeit? Fehlanzeige. Am ehesten tönt ab und an ein Glöckchen eines der zahlreichen Assistenzsysteme, die übereifrig unseren unterfränkischen Straßen misstrauen. Am Ende der Probefahrt bleibt ein klares Fazit: Unbedingt das Erlebnis E-Auto im Hyundai selbst erfahren. Er kann den Alltag relaxt, komfortabel und sparsam bewältigen, aber auch die Zähne zeigen. Die Preise beginnen bei 41.900€. Die Umweltprämie geht davon noch ab.

Text und Fotos: Christian Klippel 29.6.2021

Christian Klippel

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