Familie Erhard und das schönste Engagement der Welt

Die Familie Elke, Andreas und Manuel Erhard aus Üchtelhausen engagieren sich seit über drei Jahrzehnten um das Zusammenwachsen von Ost- und Westdeutschland.
Ihr gemeinnütziges Wirken hat sich in den vergangen Jahrzehnten als
Erfolgsgeschichte entwickelt und ist bundesweit einmalig.
Der 22. Dezember 1989 war ein eher grauer und verregneter Freitag als die Familie Erhard die Reise in die ihr unbekannte „noch DDR“ antrat.
Die ersten Eindrücke waren ernüchternd, über Meiningen lagen dichte Schwaden von Kohlerauch und Autoabgasen. Der Blick auf die dominierende Kirche am Marktplatz von Meiningen registrierte von Patina grün oxidierte Kupferplatten auf dem Kirchendach, diese wippten und bogen sich im Wind.
In einem nahegelegenen Lokal gab es einen Mittagstisch es stand Goldproiler auf der Speisekarte. Lange rätselten die Erhard ́s ob es sich den beim Goldproiler um ein Fabelwesen der Ostdeutschen handelte.
Noch auf der Rückfahrt aus der DDR, hierfür musste noch eine der
vorgeschriebenen Grenzübergangsstellen passiert werden, entwickelte sich die Vision der Familie. Mitgestalten wollten die Erhards an der sich abzeichnenden Einheit Deutschlands.
In dieser Zeit überrollten unzählige Westfirmen, Geschäftsleute und Privatpersonen das neue Land. Immer auf der Suche nach staatlichen Subventionen, Megaerfolgen, hohe Gewinne und grenzenlosen Reichtum. Zahlreiche dieser Glücksritter und vermeintliche Goldgräber haben ihre hoch gesteckten Ziele nicht erreicht. Sie sind nach Jahren oft hochverschultet und persönlich enttäuscht wieder in ihre Heimat
zurückgekehrt.
Familie Erhard hatte von Grund auf ganz andere Vorstellungen im Umgang mit der Situation von deutscher Einheit und dem Zusammenwachsen von ost und west.
Ihr Anliegen sollte die Mitgestaltung an der deutschen Einheit sein. Alles im Rahmen ihres bürgerschaftlichen Engagements und ganz bewusst ohne dem Zutun von staatlichen Fördergeldern bzw. Subventionen. Nicht selten, in den vergangenen dreißig Jahren wieherte der bundesdeutsche Amtsschimmel recht kräftig.
Seither sind eine ganze Fülle an gemeinnützigen Projekten in den Bereichen
Erwachsenbildung, Natur- und Artenschutz sowie Schule und deutsche Einheit initiiert worden.
Historische Führungen und Exkursionen am deutsch-deutschen Grenzstreifen werden seit Jahrzehnten durchgeführt.
Zu einem der langjährigen Kernprojekte zählt die Denkmalpflege an der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Entlang der gesamten früheren Grenzlinie, das sind 1393 Kilometer wurden von den Erhard ́s Feldforschungen durchgeführt, die Ergebnisse sind veröffentlicht worden. Diesbezüglich geht die Bodendenkmalpflege mit innerdeutschem Grenzbezug auf das Wirken der Familie Erhard zurück.
Der Natur-, und Artenschutz im früheren Grenzstreifen nimmt für Familie Erhard einen übergeordneten Raum ein. Ein Artenschutz- Forschungs-, und Fledermauszentrum, welches sich innerhalb einer Grenzturmruine befindet ist im Eigentum der Familie. Natürlich soll das unerschöpfliche Wissen um die Historie der deutschen Teilung und der Einheit Deutschlands und Europas auch an die kommenden Generationen weitergetragen werden. Familie Erhard publiziert in regelmäßigen Abständen Buchwerke zur Thematik. Neben umfänglichen
dokumentarischen Werken sind ein Kinderbuch, ein Kriminalroman und eine Autobiographie auf den Markt gekommen.

Bundesweit werden in Kooperation mit Bildungsstiftungen Seminare und
Weiterbildungen zur Grenzthematik und dem Grünen Band durchgeführt.
Familie Erhard nimmt für ihre umfänglichen Projekte und Initiativen bis zum heutigen Tag keine staatlichen Fördergelder/Steuergelder in Anspruch. Alle Tätigkeiten werden aus eigenem Antrieb in Familienregie durchgeführt und finanziert.
Bezug zu den politischen Kräften im Lande hat die Familie Erhard heute keinen mehr.
Da die Erhard ́s kein politisches Geld annehmen ist ihr langjähriges gemeinnütziges Tun und Wirken für die Mandatsträger im Lande schlicht unverständlich und somit nach politischer Denkweise nicht existent.

SAZ-Redaktion3

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