Feuerwehr Schweinfurt nun auch digital alarmierbar

Im Rahmen einer Einweisung im großen Saal der Feuerwache in der AdolfLeyStraße erhielten die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Schweinfurt ihre neuen digitalen Funkmeldeempfänger ausgehändigt. Die Einführung der digitalen Alarmierung im ILSBereich Schweinfurt mit seinen fünf Kreisverwaltungsbehörden (Region MainRhön) schreitet somit weiter voran.

Nachdem der Freistaat Bayern mit der Einführung der digitalen Funktechnik in Einsatzfahrzeugen bereits in den Jahren 2015/2016 einen ersten Grundstein für die Ablösung der Analogfunkgeräte gelegt hat, wird die mittlerweile veraltete Technik ein weiteres Stück aus dem täglichen Dienstbetrieb versabschiedet.


„Die Vorteile der digitalen Alarmierung liegen vor allem in der wesentlich schnelleren Erreichbarkeit der Einsatzkräfte. Werden im analogen System sogenannte Alarmschleifen pro Feuerwehr mit einer Dauer von bestenfalls ca. 4 Sekunden nacheinander übertragen, erfolgt im digitalen Netz eine sofortige und gleichzeitige Verständigung aller beteiligten Feuerwehren, was im Umkehrschluss die Eintreffzeiten bzw. die Hilfsfrist der Einsatzkräfte relevant verkürzt“, so der Schweinfurter Stadtbrandrat und Sachgebietsleiter Frank Limbach.


Die Kosten für einen digitalen Meldeempfänger liegen im mittleren dreistelligen Bereich und werden vom Freistaat Bayern mit bis zu 80% gefördert.

Um diese Aufgabe bewältigen zu können, betreibt die Stadt Schweinfurt auf der Feuerwache eine eigene TaktischTechnische Betriebsstelle (TTB) / Funkwerkstatt auf Ebene der Kreisverwaltungsbehörde, welche in enger Zusammenarbeit mit der Integrierten Leitstelle Schweinfurt für einen reibungslosen Kommunikationsbetrieb der städtischen Feuerwehr sowie
der drei Werkfeuerwehren (ZF, SKF, Schaeffler) sorgt.

Das hierfür benötigte Personal rekrutiert sich aus hauptamtlichen Einsatzbeamten der Ständigen Wache, die organisatorisch dem städtischen Sachgebiet „Brand und Katastrophenschutz“ zugeteilt sind.


Notwendig wurde die Ausweitung der genannten Aufgaben im Digitalfunk durch einen immens gestiegenen Verwaltungsaufwand zugunsten der Abhörsicherheit gegenüber der analogen Funktechnik. „Alle digitalen Funkgeräte und Meldeempfänger benötigen pro Jahr ein
Softwareupdate, zudem ist auch der Reparaturvorgang komplexer geworden. Gerade in diesem Bereich muss viel Zeit, Aus und Weiterbildung investiert werden, da die Funkkommunikation der Einsatzkräfte eine der grundlegenden Voraussetzungen darstellt, um
letztlich einen Einsatzerfolg garantieren zu können,“ weiß Stadtbrandrat Limbach.

SAZ-Redaktion3

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