Führungskräfte von morgen Bundesbildungsministerin Anja Karliczek besucht Fahrzeugakademie

Jährlich absolvieren mehr als 700 Handwerkerinnen und Handwerker erfolgreich die Weiterbildung zum Meister oder geprüften Betriebswirt nach der Handwerksordnung bei der Handwerkskammer für Unterfranken und qualifizieren sich für künftige Führungsaufgaben. Absolventen dieser Weiterbildungen erhalten dabei Unterstützung durch Förderprogramme des Bundes. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek nutzte bei einem Besuch der Fahrzeugakademie der Handwerkskammer für Unterfranken in Schweinfurt am 8. Juli 2021 die Gelegenheit, um sich ein Bild davon zu machen, wie die Förderung bei jungen Menschen ankommt. Außerdem überzeugte sie sich vor Ort von den nachhaltigen Lehrkonzepten handwerklicher Berufs-bildungseinrichtungen, die angehende Führungskräfte schulen.

 

Beim „Sommer der Berufsbildung“, den das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der Allianz für Aus- und Weiterbildung gestartet hat, stehen die berufliche Ausbildung und die Zukunftsperspektiven durch vielfältige Weiterbildungsangebote der höherqualifizierenden Berufsbildung im Fokus. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek besucht in diesem Rahmen besondere Lernorte, die sich durch nachhaltige und praxisorientierte Lehrkonzepte auszeichnen und hervorragend qualifizierte Fach- und Führungskräfte von morgen ausbilden. Ergänzend hierzu machte sie am 8. Juli Station bei der Fahrzeugakademie der Handwerkskammer für Unterfranken in Schweinfurt. Das Besondere: Rund 99 Prozent der dortigen Kursteilnehmer absolvieren ihre berufliche Fortbildung mit finanzieller Unterstützung durch das Aufstiegs-BAföG nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG).

Bei ihrem Besuch in Schweinfurt unterstrich Bundesbildungsministerin Anja Karliczek: „Die berufliche Bildung ist Garant für hervorragend ausgebildete Fachkräfte und wichtige Säule für die Wirtschaftskraft unseres Landes. Wir sind stolz auf unser Berufsbildungssystem. Es bietet jungen Menschen attraktive und vielfältige Karriereperspektiven. Damit öffnet es die Türen zum beruflichen Erfolg genauso weit wie ein Hochschulstudium. Mit dem zum 1. August 2020 modernisierten Aufstiegs-BAföG haben wir die finanziellen Unterstützungsleistungen deutlich verbessert. Wir haben ein attraktives und passgenaues Förderinstrument für den beruflichen Aufstieg geschaffen. Es besteht nun ein Förderangebot über mehrere Fortbildungsstufen hinweg bis zum ‚Master Professional‘. Dadurch stärken wir gezielt die höherqualifizierende Berufsbildung und sichern unsere Fach- und Führungskräfte von morgen.“

Dass die Förderung ankommt und den Schritt, sich für die Weiterbildung zu entscheiden, erleichtert, bestätigten die Teilnehmer der Ministerin während des Werkstattrundgangs. Die Fördermöglichkeiten wurden in den vergangenen Jahren durch Neuerungen im Aufstiegsfortbildungs-förderungsgesetz (AFBG) deutlich verbessert und Zuschüsse erhöht. „Für die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung wurden zuletzt viele wichtige Weichen gestellt, von denen junge Handwerkerinnen und Handwerker profitieren. Nichtsdestotrotz bedarf es weiterer Anstrengungen, um die berufliche Bildung attraktiv zu gestalten. Hier ist die Politik gefragt“, betonte Walter Heußlein, Präsident der Handwerkskammer für Unterfranken, bei seiner Begrüßung. Er mahnte zudem an, dass in Bezug auf die vielfach anstehende Modernisierung von Berufsbildungs-einrichtungen Förderungen nachhaltiger ausgerichtet werden müssten.

Nachhaltig Lernen

Bei der Qualifizierung der Führungskräfte von morgen für die Wirtschaft setzt die Fahrzeugakademie der Handwerkskammer für Unterfranken auf ein besonderes Lehr- und Lernkonzept. Bei diesem steht vor allem der Erwerb von Problemlösungskompetenz im Vordergrund. „Durch aktives Ausprobieren und Lernen anhand von Arbeitsaufträgen sammeln die Kursteilnehmer Erfahrungen, die sie konkret auf die Anforderungen der Praxis vorbereiten“, erklärt Ludwig Paul, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Unterfranken. Wie das aussieht zeigten anwesende Teilnehmer der Bundesministerin in der Praxis. Doch nicht nur das technische, auch das betriebswirtschaftliche Fachwissen gehört zur Vorbereitung künftiger Führungskräfte dazu und wird ebenfalls mit praktischen Arbeitsaufträgen verknüpft. So sind die Absolventen umfassend gerüstet, um als Existenzgründer oder Nachfolger eines bestehenden Betriebs in die Selbstständigkeit zu starten oder leitende Tätigkeiten in einem größeren Betrieb zu übernehmen.

Redaktion SAZ

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