Gemeinsam – Zukunft – Gestalten Volksbank Raiffeisenbank Rhön-Grabfeld eG und VR-Bank Schweinfurt eG wollen sich zusammenschließen

Genossenschaftliches Bankgeschäft in der Region stärken

Die Volksbank Raiffeisenbank Rhön-Grabfeld eG und VR-Bank Schweinfurt eG haben Gespräche über die Verschmelzung zu einer genossenschaftlichen Regionalbank aufgenommen. Grund für den geplanten Zusammenschluss sind strategische Herausforderungen, wie die anhaltende Niedrigzinspolitik, Digitalisierung und steigende Regulatorik.

Ziel ist die Fusion der Genossenschaftsbanken im laufenden Jahr 2021.Der Zusammenschluss der beiden Kreditinstitute ist richtungweisend, so die Vorstände und Aufsichtsräte. Damit soll für Kunden in der Region Main-Rhön ein leistungsfähiges genossenschaftliches Geschäftsmodell zur Bedarfsdeckung an Finanzdienstleistungen langfristig sichergestellt werden.

Fusion aus einer Position der Stärke

Mit der angestrebten Fusion „kommen zwei faire und verlässliche Partner zusammen, die wirtschaftlich gut aufgestellt sind. Es ist eine Fusion aus einer Position der Stärke und auf Augenhöhe“, unterstreicht Frank Hefner, Vorstandsvorsitzender der VR-Bank Schweinfurt eG, „das ist eine gute Basis für ein erfolgreiches und gleichgerichtetes Miteinander.“

Moderne Flächenbank, mehr Leistung für Kunden

Unter dem Motto „GEMEINSAM – ZUKUNFT – GESTALTEN“ möchte man das Genossenschaftsprinzip in die Zukunft führen. Entstehen soll eine moderne Flächenbank mit einer Nord-Süd-Ausdehnung von rund 90 Kilometern, die das regional geprägte Filialnetz mit den Kundenanforderungen an eine digitale Abwicklung von Bankgeschäften verbindet.

„Wir werden mit unseren Standorten weiterhin dezentral aufgestellt sein – mit persönlichem Service, qualifizierter Beratung und schnellen Entscheidungen“, sagt Markus Merz, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Raiffeisenbank Rhön-Grabfeld eG. Gemeinsam soll es leichter fallen, so Merz, „technische Innovationen zügig umzusetzen und individuelle Angebote und Beratungsleistungen für Privatkunden und die heimische Wirtschaft weiterzuentwickeln.“ Gerade zur Finanzierung des gewerblichen Mittelstands ergeben sich in einer größeren Bank mehr Möglichkeiten.

Langfristig sichere Arbeitsplätze

Für Mitarbeitende entsteht durch das größere Haus ein noch attraktiverer Arbeitgeber, der interessante Perspektiven zur beruflichen Entwicklung und Spezialisierung bietet. „Zudem ermöglicht die wirtschaftliche Stärke der Bank langfristig sichere Arbeitsplätze“, betont Markus Merz. Weil der Gesetzgeber in Deutschland und Europa Kreditinstitute vor immer neue Anforderungen stellt, könnte mit dem Zusammenschluss der beiden Banken die Regulatorik besser bewältigt und durch Vermeidung von Doppelarbeiten schließlich auch Kosten gesenkt werden.

„Alle Banken kämpfen gegen den Verfall des Zinsertrags und unterliegen gleichzeitig einem erheblichen Wettbewerbsdruck auch aus ursprünglich bankfremden Branchen“, erklärt Frank Hefner, „steigende Kosten können durch die Bildung größerer und leistungsfähiger Betriebseinheiten und daraus resultierender Synergieeffekte gedämpft werden“. Effiziente Strukturen sind eine wichtige Voraussetzung, um Geld dort zu investierten, wo Kunden profitieren: In Beratungszeit, moderne Kommunikations- und Vertriebswege sowie die Unterstützung von Vereinen und Initiativen vor Ort.

Vertreter entscheiden im Sommer

In diesen Tagen haben die Aufsichtsräte der Banken einstimmig „grünes Licht“ für weitere Gespräche gegeben. Die Mitarbeiter/-innen sowie die Mitgliedervertreter/-innen wurden bereits informiert; weitere Informationen folgen in regionalen Veranstaltungen im Frühjahr. Über ein Zusammengehen entscheiden dann die Vertreterversammlungen voraussichtlich im Sommer. Die beiden Aufsichtsratsvorsitzenden der beiden Banken, Bernd Kröner von der VR-Bank Schweinfurt und sein Pendant Peter Klett aus Rhön-Grabfeld betonen: „Diese Entscheidung, den Vertretern die Fusion zu empfehlen, wurde von Vorstand und Aufsichtsgremium einhellig getroffen. Es wird ein schlüssiges Fusionskonzept geben, dass wir unseren Vertretern ausführlich erklären werden“.

Die „neue“ Genossenschaftsbank soll (juristisch rückwirkend) zum 1. Januar 2021 unter dem Namen „VR-Bank Main-Rhön eG“ entstehen. Im Zuge des Zusammenwachsens werden vor allem Mitarbeiter/-innen beider Häuser in diverse Arbeitsgruppen einbezogen. „Wir wollen in dem Prozess alle Beteiligten Schritt für Schritt mitnehmen“, sagen die Vorstände.

Zukünftige Größe der Bank

Mit der erfolgreichen Fusion der zwei Kreditinstitute käme das gemeinsame Institut aus heutiger Sicht auf eine Bilanzsumme von rund 2,5 Mrd. Euro. Weitere wichtige Kennziffern sind: 20 Geschäftsstellen, 106.000 Kunden und 52.000 Mitglieder (genossenschaftliche Anteilseigner) sowie rund 400 Mitarbeitende.

Redaktion SAZ

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