Goldene Schweineschnauze für Doris Paul Die Schwarze Elf ehrt eine selbstbewußte Frau und liebevolle "Rampensau"

Schweinfurt (red). Bereits zum fünften Mal verlieh die Schwarze Elf der Kolpingfamilie Schweinfurt den Sonderorden „Die goldene Schweineschnauze“ im Rahmen ihres Faschingsauftaktes.  Sie wird verliehen an Personen, die sich um das freche Wort in der Fastnacht verdient gemacht haben. Ludwig Paul und Peter Kuhn waren die ersten Ordensträger. In diesem Jahr fiel die Wahl nach Otti Schmelzer 2018 und Margit Sponheimer aus Mainz 2019 wieder auf ein Schwarze Elf internes Fastnachtsschwergewicht.

Traditionell hielt kein geringerer als Peter Kuhn persönlich die launige Laudatio. In gewohnt geschliffenen Versen setzte er pointenreich die Vita der Preisträgerin in Szene. Doris Paul begann ihre Karriere bei der Berger Mee Elf und kam 1986 über ihren damaligen Freund und jetzigen Mann, Matthias Paul, zur Schwarzen Elf, wo sie seitdem ununterbrochen auf der Bühne stand.

Über lange Jahre war das mindestens zweimal am Abend. Denn neben ihrer Rolle als Bassistin und Sängerin bei den Eintagsfliegen stand sie auch Solo in der Bütt. In einem heiteren Parforceritt durch die Themen ihrer Büttenreden, von „Stauberaterin“ bis „Weinkönigin von Üchtelstücht“ machte Kuhn klar, dass sie dabei thematisch ihre Rolle als selbstbewusste Frau gefunden habe. Laudator Kuhn fasste dies treffend zusammen: “Schon damals war es bei ihr Brauch: “Das was ein Mann kann, kann ich auch““  Bereits zweimal war Doris Paul bei „Fastnacht in Franken“ dabei, bei der „Närrischen Weinprobe“ des BR gilt sie als gesetzt und auch beim neuesten Fernsehformat des BR, beim „Fastnachtsflitter“ war sie fast wie selbstverständlich mit dabei.

Peter Kuhn charakterisierte sie deshalb, durchaus liebevoll gemeint, als „Rampensau“ weshalb die Schweineschnauze als Auszeichnung ausgesprochen treffend sei.

Das Publikum quittierte Laudatio und nachfolgende Auszeichnung mit stehendem Applaus. Von Ehemann und Gesellschaftspräsidenten Matthias Paul, der, natürlich völlig ohne wahren Hintergrund, in Doris‘ Reden regelmäßig als Sparringspartner für ihre männerfeindlichen Witze herhalten muss, gab es denn auch zur Belohnung ein Küsschen auf das frisch vergoldete Schnäuzchen.

Redaktion SAZ

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