Immer mit der Zeit gegangen Zum diesjährigen Berufsinformationstag der Wirtschaftsjunioren wird es erstmals eine eigene SBIT-App geben

Schweinfurt (el). Der Schweinfurter Berufsinformationstag der Wirtschaftsjunioren (SBIT) hat sich zu einer bedeutenden Veranstaltung für alle entwickelt, die sich auf Ausbildungsplatzsuche befinden. In diesem Jahr findet dieser Berufsinformationstag am Samstag, 21. Mai auf dem Gelände des Konferenzzentrums auf der Maininsel statt.
Beginn ist um 10 Uhr.
Cheforganisator Sandro Mühlbauer spricht im Gespräch mit dieser Zeitung von einem enormen Interesse bei Ausstellern und Besuchern. „Viele Aussteller haben hier das Personal gefunden, das sie wirklich gebraucht haben“. Dieses Feedback hat er immer wieder erhalten und auch das Publikum mit 3.000 bis 4.000 Personen im Durchlauf zeigt jedes Mal enormes Interesse.
Da war es natürlich absolut ärgerlich, dass die letzte Veranstaltung 2020 quasi in letzter Minute abgesagt werden musste. „Drei Tage vor Veranstaltungsbeginn war die Corona-Lage derart brisant geworden, dass uns nichts anderes übrig blieb, als den Stecker zu ziehen“, erinnert sich der 32-jährige noch gut an die Enttäuschung, die allen Helfern anzumerken war, denn somit war eine dreivierteljährige Vorbereitungszeit mit einem Schlag zunichte gemacht worden. Auch 2021 musste die SBIT aus
gleichem Grund pausieren.
In diesem Jahr zeichnete sich dann rechtzeitig ab, dass es wohl gelingen könnte. „Ab Dezember haben wir Hoffnung geschöpft und die ersten Hebel in Bewegung gesetzt“. Das endgültige OK wurde den Ausstellern aber erst Ende April gegeben. Corona ist immer noch nicht vorbei, dessen ist man sich bei den Wirtschaftsjunioren schon bewußt, deshalb wird zur Veranstaltung auch das Tragen von Gesichtsmasken empfohlen, wenngleich es analog zu den gesetzlichen Bestimmungen keinen Zwang geben wird, wie Sandro Mühlbauer versichert.
Rückblickend sei die SBIT immer mit der Zeit gegangen, sagt der Cheforganisator. Jedes Jahr wurde sie etwas digitaler. In diesem Jahr wird es erstmals eine eigene SBIT-App geben, über die man für diesen Tag direkt mit dem Anbieter Termin und Uhrzeit vereinbaren kann. Einsehbar ist dabei natürlich auch das komplette Profil der ausgesuchten Firma und was man sonst so alles wissen muss. Neu ist auch die digitale Bewerbungsmappe, die direkt an einen Experten der Agentur für Arbeit geschickt werden kann und der dann Tipps für Verbesserungen gibt. Eine fachmännische Überarbeitung also, die den perfekten Bewerbungsbogen garantiert.
Doch woher kommt die große Begeisterung für diese Veranstaltung? Sandro Mühlbauer spricht den jungen Menschen in diesem Zusammenhang ein Kompliment aus, denn sie hätten erkannt, wie wichtig die wirtschaftliche Funktionalität für den gesamten Wohlstand in unserem Land ist. Es sei natürlich höchst erfreulich, dass sich jedes Jahr dafür so viele junge Menschen interessieren und es sei auch Anerkennung für die Arbeit der Wirtschaftsjunioren, die nicht nur Tipps geben, sondern durch ein engmaschiges Netzwerk nicht nur mitbestimmen, sondern auch Einfluss nehmen können.
Mühlbauer bezeichnet die Wirtschaftsjunioren als „Bottom-Up-Verband“, also als Organisation, die von unten nach oben aufgestellt ist. Konkret könnte das in etwa bedeuten, dass der Kontakt zur Politik tatsächlich in den Kreisverbänden anfängt und sich dann im Landes- und Bundesverband bis ins Maximilianeum oder den Reichstag in Berlin erstreckt. Sehr wichtig sei auch der Sitz bei der deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), die als direkter Draht in die Bundespolitik gilt. Dadurch seien auch die Wirtschaftsjunioren ein Sprachrohr in alle Institutionen.
Mit internen Weiterbildungsmöglichkeiten werde auch im aktiven Bereich dafür gesorgt, dass die Mitglieder immer auf dem neuesten Wissensstand sind. Diese können für Mitglieder zudem zu einem wesentlich günstigeren Preis als die Seminare freier Untermehmen angeboten werden. Im Kreisverband Schweinfurt sind aktuell 200 Mitglieder, Förderer und Gäste zusammen geschlossen, wobei die
Förderer überwiegend die über 40-jährigen sind, die damit die Altersgrenze überschritten haben, den WJ aber immer noch treu sind. Gäste sind sozusagen Anwärter, die erst noch Mitglieder werden wollen.
Für den SBIT bittet Sandro Mühlbauer den Anweisungen der Parkplatzanweiser Folge zu leisten. Aufgrund des zu erwartenden Ansturms sollte in den Wehranlagen und im Hafen geparkt werden oder auch im Parkhaus Georg-Schäfer-Museum.
Das Gespräch führte Daniel Wiener

SAZ-Redaktion3

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