Keine Gewalt an Mädchen und Frauen Schweinfurt sagt Nein – Deutliche Zeichen setzen

„Gewalt an sich und vor allem an Mädchen und Frauen war und ist definitiv nicht hinnehmbar. Dafür setzen wir uns ein – auf lokaler wie internationaler Ebene mit deutlich sichtbaren
Zeichen!“, sagt die Präsidentin des Zonta Clubs Bad Kissingen-Schweinfurt, Klara Weigand, anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen (engl.: Orange Day), der immer am 25. November eines Jahres begangen wird. Noch bis zum 10. Dezember werden die Fahnen auf der Maininsel zu sehen sein, die Kampagne „Zonta sagt Nein“ dauert insgesamt 16 Tage und an ihr beteiligen sich weltweit Zonta Clubs mit unterschiedlichen Aktionen.
Das Motto des diesjährigen Internationalen Tages lautet „Trautes Heim Leid Allein“ und bringt die Problematik auf den Punkt. Denn nicht nur während der Corona-Pandemie, sondern auch davor und danach ist häusliche Gewalt leider immer noch gang und gäbe. Das eigene Zuhause ist für viele Frauen immer noch der gefährlichste Ort. Jeden Tag versucht in Deutschland ein Mann, seine
Partnerin zu töten; an jedem dritten Tag gelingt es, laut einer Statistik des Bundeskriminalamtes.
Rund 8.000 Vergewaltigungen werden in Deutschland jährlich angezeigt, nur in knapp 13% aller Fälle kommt es zu einer Verurteilung. Die Zahlen sind nur die Spitze des Eisbergs. Klara Weigand formuliert anlässlich der Aktion Zonta says NO, „dass die Ausübung der Gewalt eine grobe Verletzung der Menschenrechte ist. Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist die weltweit häufigste Menschenrechtsverletzung. Sie kennt keine nationalen oder kulturellen Schranken und betrifft Millionen Frauen und Mädchen in allen sozialen Schichten weltweit. Mit unserer Kampagne Zonta sagt Nein wollen wir auf diese gravierende Menschenrechtsverletzung aufmerksam machen und die Menschen wachrütteln. Und wir wollen die betroffenen Frauen und Mädchen ermutigen,
ihre Rechte wahrzunehmen und sich zur Wehr zu setzen, Beratungsstellen aufzusuchen und Hilfe anzunehmen. Denn viele Opfer schweigen aus Scham oder aus Angst vor weiterer Gewalt.“

Jeder Femizid ist einer zu viel. Gewalt gegen Frauen ist kein Missstand am Rande, sondern ein gesellschaftliches Kernproblem. Gemeinsam mit insgesamt 136 Zonta Clubs in Deutschland fordert
daher auch der Zonta Club Bad Kissingen-Schweinfurt eine ressortübergreifende von der Zentralen Koordinationsstelle gelenkte Präventionsstrategie. Die Zonta Clubs unterstützen deshalb auch den offenen Brief an Bundeskanzler Olaf Scholz. Darin wird u.a. gefordert, dass die im Koalitionsvertrag vereinbarte Zentrale Koordinierungsstelle zur Umsetzung der Istanbul-Konvention endlich
wahrnehmbar ihre Arbeit aufnehmen müsse.
Um auf diese Problematik hinzuweisen, engagiert sich der Zonta Club Bad Kissingen-Schweinfurt auch in der Region vielfältig für einschlägige Projekte z.B. von SOLWODI, vom Frauenhaus, Flucht- und Migrationsbewegungen, sowie bei Aktivitäten zur Prävention von Gewalt. Der Club beteiligt sich auch an der Fahnenaktion der Gleichstellungsstelle der Stadt Schweinfurt zum „Internationalen Tag

gegen Gewalt an Frauen“. Überregional ist Zonta im Deutschen Frauenrat und in vielen Landesfrauenräten vertreten.
BU:
Nachdem die orangefarbene Beleuchtung von Baudenkmälern und Gebäuden aufgrund der
Energiethematik ausfällt, setzt der Zonta-Club Bad Kissingen-Schweinfurt ein anderes, deutlich
sichtbares Zeichen. Zwei Zonta-Fahnen am Mercure Hotel auf der Maininsel sind ein echter
Eyecatcher, mit denen die Gäste zu Land und auf dem Wasser auf die Problematik von Gewalt an
Mädchen und Frauen hingewiesen werden sollen. Unser Foto zeigt einige Mitglieder des ZC Bad
Kissingen-Schweinfurt vl.: Anna Meusert (Planen Wehner), die die beiden Fahnen gesponsert hat,
Mary Ritzmann, Christiane Walter, Suzann Ludwig (Mercure Hotel), Ulrike Lange und Klara Weigand.

SAZ-Redaktion3

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