Mit Tombola die 100000 knacken! Kleine Feier zum großen Helfen?

Eigentlich war das Jahr 2020 zum Knacken der 100000 Euro-Spendengrenze vorgesehen. Doch coronabedingt musste 20 – wie jetzt auch 21 – das Waldfest der „Eigenheimervereinigung Schraudenbach e.V.“ (EVS) abgesagt werden. Trotz der 7000 Euro, die im letzten Jahr gespendet wurden, hat es nicht ganz zum Knacken der 100000 gereicht. Als der Spendenreigen 1998 mit 2500 DM (Spendenempfänger damals mit je 1250 DM waren des „Ronald McDonald-Haus Erlangen und die Kirchenverwaltung für die Kirchenrenovierung) begonnen hatte, hätte Niemand auch nur im Traum daran gedacht, dass sich die Summe mal auf über 200000 Deutsche Mark summieren würde.

 

„Katholische Arbeiterbewegung Schraudenbach“ (KAB) und EVS haben aber auch in diesem Jahr wieder eine 1-A-Tombola auf die Beine gestellt, so dass in diesem Jahr dem Knacken nichts mehr im Wege steht. Trotz Pandemie ist es dem Verantwortlichen von KAB & EVS wieder gelungen viele schöne Preise für die Tombola zu erbetteln, so dass wieder alle Loskäufer sich über ihre Gewinne freuen können. Für Groß & Klein, Jung & Alt,  wird es wieder eine kunterbunte Tombola geben. Bevor überhaupt das erste Los gezogen wird, können sich schon zwei Gewinner über einen vierstelligen Betrag freuen. Denn die „Station Tanzbär“ in Würzburg und das „Ronald McDonald“-Haus in Erlangen (RMD) dürfen sich den Tombolaerlös teilen. 

Freudig nahmen die Verantwortlichen von Tanzbär und RMD die Ankündigung der Tombola entgegen, denn gerade in diesen schweren Zeiten, fallen viele Spenden der Pandemie zum Opfer und fehlen somit für wichtige Leistungen der jeweiligen Häuser. 

 

Die „Station Tanzbär“ der Missionsärztlichen Klinik in Würzburg ist in der Region einzigartig. Dort werden geistig und körperlich behinderte Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene medizinisch rund um die Uhr betreut. Hier wird nach dem Leitbild der Missioklinik Nachstenliebe auch gelebt. 

Patienten der „Station Tanzbär“ sind aufgrund ihrer schweren Behinderungen darauf angewiesen, dass qualifiziertes Personal ihre Bedürfnisse erkennen kann – die meisten der Patienten können weder selbständig sitzen, laufen, essen und auch nicht sprechen. Viele genesungsfördernde Leistungen wie Musiktherapie, heilpädagogische Begleitung und Logopädie müssen aus Spenden finanziert werden, da durch die Krankenkassen keine Kostenübernahme erfolgt. Dies gilt auch für besondere Lagerungshilfen, Förder- und Therapiematerialien. Die  Spenden kommen direkt und unmittelbar den Patienten der „Station Tanzbär“ zugute. 

 

Das „Ronald McDonald-Haus“ Erlangen ist eines von insgesamt 22 Häusern in Deutschland. In ihnen finden Eltern schwerstkranker Kinder in der Zeit des Krankenhausaufenthaltes ein „Zuhause auf Zeit“.

Für die Kinder ist die Nähe ihrer Familie enorm wichtig – denn Nähe hilft Heilen. Ein fremdes Zimmer, unbekannte Menschen, all das weit weg von Zuhause. Schwer kranke Kinder brauchen für ihre Genesung nicht nur viel Kraft, sie müssen auch gegen Heimweh in den oft weit entfernten Spezial-Kliniken ankämpfen.  Für die kleinen Patienten ist die psychosoziale Flankierung der medizinischen Betreuung durch die Eltern immens wichtig und kann erheblich zum Heilungsprozess beitragen. Das RMD-Haus liegt in Erlangen in unmittelbarer Nähe der Uni-Kinderklinik und so können Eltern immer bei ihren Kindern sein, denn nur sie können, während der oft monatelangen Behandlung, ihrem Kind Liebe, Zuversicht und Geborgenheit schenken. In dem RMD-Haus können Eltern auch mal abschalten, Tränen fließen lassen und sich mit anderen Betroffenen austauschen. 

 

Um nun diese beiden sozialen Institutionen ihre wichtigen Arbeiten etwas zu erleichtern, erhalten sie den Erlös der Tombola. Schön wäre es natürlich, wenn die Tombola im Rahmen eines kleinen Festes stattfinden könnte. Coronabedingt sind solche Fest leider noch nicht erlaubt. Vielleicht ist es aber um den 08.August herum möglich, dass sich 50 – 100 Personen mit einem ausgeklügelten Hygienekonzept coronakonform im Freien mit Abstand und Mundschutz wieder treffen dürfen. Dies würde nicht nur dem Spendentopf sehr gut tun, sondern auch der Seele der Gäste, insbesondere wenn sie dann noch aus den vielen wunderbaren Preisen den einen oder anderen „Hauptpreis“ ergattern. Da auch der Erlös der Feste größtenteils gespendet worden waren, so würden sich auch in diesem Jahr weitere Institutionen freuen können. Wollen wir also hoffen, dass ein kleines Fest erlaubt wird. 

 

Bei der Tombola können sich die Gewinner  neben vielen Büchern, CD/DVD´s, Plüschtieren, Spielsachen, Rucksäcken, Getränkeset`s, Bekleidung, Sammlermodelle, Schmuck, hochwertigen Pflegeprodukte, Küchengeräte,  Kaffeemaschine, Duschtücher, Wein und Bier, Metzgereienschmankerln, Gutscheinen etc. etc. und einem Spanferkel für 20 Personen, können sich Fußballfreunde auf Trikots und Fanartikeln von Erst- und Zweitligisten freuen. 5-Euro-Einsatz pro Los lohnen sich somit allemal und jedes Los gewinnt.  

 

Lose können in Schraudenbach bei Reinhold Günther, Tel. 09722/8818, in Essleben bei Alexandra Kamm, Tel. 2497, und Edith Kamm, in Schwebenried bei Iris Kuhn erworben werden.  

SAZ-Redaktion3

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