Münchener Oktoberfest fällt aus Münchens Oberbürgermeister Reiter und Ministerpräsident Söder geben Entscheidung bekannt

Die Entscheidung lag schon länger in der Luft. Erst in der vorigen Woche sagte Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter, dass die Chancen für das diesjährige Oktoberfest von Tag zu Tag schwinden würden. Tatsächlich scheinen sich die bundesweiten Inzidenzwerte jedoch von Tag zu Tag zu erholen.

Die Entscheidung fiel womöglich schon vor Wochen, wurde aber bis jetzt zurück gehalten. Noch länger zu warten, hätte die Entscheidungsträger womöglich in Erklärungsschwierigkeiten gebracht, sollte der Trend der anhaltenden Inzidenzsenkung anhalten. Tatsächlich ist es so, dass die Impfungen von Tag zu Tag an Schwung gewinnen. Aktuell sind etwa eine Mio. Impfungen täglich möglich. Bis zum Oktoberfestbeginn sind es etwa noch 135 Tage. Über 20 Mio. Menschen haben schon eine Erstimpfung erhalten. Bis zum Oktoberfestbeginn wären also rein theoretisch schon längst alle Bundesbürger geimpft. Und das Ausland ist mit Impfungen oft schon weiter.

Gleichwohl liegt das Problem auch in der Planungssicherheit für das gesamte Umfeld des Oktoberfestes. Die Zeltaufbauer müssen demnächst mit der Arbeit beginnen und de facto kann mit den heute vorliegenden Erkenntnisse tatsächlich keine 100-prozentige Zusage gegeben werden. Die Risikoabwägung liegt aber nun mal beim Münchener Oberbürgermeister, der sich dem obersten Gebot der maximalen Sicherheit unterwarf. Er wiederum überließ die Verkündung der Absage dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder. Es war dabei nur ein Gerücht, dass dieser mehr Übung im Verkünden von schlechten Nachrichten hätte.

SAZ-Redakteur

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