Planen über ICE-Strecke waren wohl Protest gegen Maßnahmen Gefährdung des Bahnverkehrs

 

Karlstadt/Bad Kissingen (dpa/lby) – Die über eine ICE-Strecke gespannten Planen, derentwegen ein Zugführer Anfang Januar im unterfränkischen Landkreis Main-Spessart notbremsen musste, sind wohl von Gegnern der Corona-Maßnahmen angebracht worden.

 

Die Polizei machte einen 36-Jährigen aus dem Landkreis Bad Kissingen als Verdächtigen aus. Drei Wohnungen wurden am Mittwoch in Bad Bocklet, Bad Kissingen und Oberthulba durchsucht, wie sie am Donnerstag mitteilte. Aufgrund des Plakatinhalts geht sie davon aus, dass es sich um eine «Protestaktion von Gegnern der Corona-Maßnahmen» handelte.

Die Polizei hatte zunächst zum Inhalt der Plakate aus ermittlungstaktischen Gründen geschwiegen. Auf den Verdächtigen und sein Umfeld war die Polizei durch Hinweise aus der Bevölkerung aufmerksam geworden. Bei dem Vorfall am 6. Januar war niemand verletzt, aber der Zug leicht beschädigt worden. Ein Plakat hatte der ICE trotz Notbremsung durchfahren.

Christian Klippel

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