Reichmannshäuser Wehr erhält neues Feuerwehr-Logistikfahrzeug TSF-L Neubau des Gerätehauses mit Dorfgemeinschaftsräumen wird im Sommer fertiggestellt

Es braucht schon noch etwas Phantasie, um sich die neugeschaffenen Räume im Endausbau vorzustellen.

Aber die Arbeiten zum Feuerwehr- und Gemeinschaftshaus in Reichmannshausen sind schon sehr weit gediehen, wie Bürgermeister Stefan Rottmann jüngst in der Ratssitzung feststellte. Weit über eine Million Euro investiert Schonungen in den Gebäudekomplex, der möglicherweise bis Ende Juli fertiggestellt sein wird. In diesem Zusammenhang dankte Rottmann Stellvertretend für alle ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer dem Kommandanten Marco Walter für die enorme Eigenleistung, die in das Projekt investiert wurde.
Das Gerätehaus entspricht den Mindestanforderungen, die an eine staatliche Förderung geknüpft sind. Und so darf sich die Großgemeinde über einen Zuschuss von Regierung und Amt für Ländliche Entwicklung von Zusammengerechnet 415.000 Euro freuen. Parallel dazu laufen bereits die Vorbereitungen zur Gestaltung des Umgriff‘s des neuen Feuerwehr- und Gemeinschaftshauses. Erste Pläne wurden im Rahmen der Bürgerbeteiligung erarbeitet und nun weiter präzisiert. Vorläufig wird das Gelände aber provisorisch angepasst um Höhenunterschiede auszugleichen.
Im Zentrum der letzten Ratssitzung stand aber weniger das Gerätehaus, sondern vielmehr der Beschluss zur Neuanschaffung eines neuen Einsatzfahrzeug TSF-Logistik. Die Anschaffungskosten werden sich auf rund 143.000 Euro belaufen und auch hier darf sich die Großgemeinde über einen Zuschuss freuen. Das TSF-L ist dank der individuellen Zulademöglichkeit universell einsetzbar und schwerpunktmäßig z.B. für Waldbrände ausrüstbar. Im Schonunger Ortsteil ist bereits ein solcher Fahrzeugtyp erfolgreich im Einsatz.
Damit reiht sich das Reichmannshäuser Fahrzeug ein in eine ganze Reihe von Neuanschaffungen in jüngster Zeit. Dazu gehörten in den letzten Jahren das neue TSF-W und MTW in Marktsteinach, das TSF für Forst, ein neues TSF-L wurde für die Hausener Wehr beschafft und zuletzt ein HLF-20 für die Feuerwehr in Schonungen. Auch gleich vier Hochleistungspumpen des Typs PFPN-10-1000 sowie ein Rettungssatz für das neubeschaffte HLF wurden vor kurzem in Dienst gestellt. Alleine die Fahrzeug- und Gerätebbeschaffungen summierten sich so auf etwa eine Million Euro. Als nächstes stehen turnusgemäß die Fahrzeuge in Löffelsterz und Abersfeld an, sodass schon bald gesamte Fahrzeugflotte erneuert sein wird. Etwa 15 Einsatzfahrzeuge zählt die Großgemeinde Schonungen. Das mit Abstand größte Projekt steht im Ortsteil Löffelsterz bevor: Hier hat der Rat jüngst den Beschluss gefasst, ein neues Bürger- und Feuerwehrgerätehaus im Ortskern zu errichten. Für das Projekt sind mehr als 2 Mio. Euro veranschlagt – 660.000 Euro Zuschuss sind der Gemeinde sicher. Hier soll über die Wintermonate die Ausschreibungen erfolgen, sodass dann im Frühjahr mit dem Bau begonnen werden kann.
„Unsere Aktiven sollen auf zeitgemäße und moderne Schutzausrüstung, Gerätschaften und Fahrzeuge im Einsatzfall zurückgreifen können!“, sagt Bürgermeister Stefan Rottmann.
Angesichts zunehmender Wetterextreme kommt es auf eine leistungsstarke und zuverlässige Feuerwehr im Ernstfall an. Starkregen- und Sturmereignisse nehmen deutlich zu. Besonders betroffen ist die Großgemeinde, als größter Forstbetrieb des Landkreises durch eine erhöhte Waldbrandgefahr in extremen Dürre- und Hitzeperioden. Überhaupt konzentrieren sich rund um Schonungen und in den Ortsteilen viele Gefahrenquellen wie Autobahn, Bundesstraße, Eisenbahn, der Main, bedeutende Bildungseinrichtungen und Gewerbe.

Redaktion SAZ

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