Schweinfurt ist die Landesgartenschau-Stadt 2026 Der Vertrag ist unterzeichnet

Schweinfurt (eva). Nun ist es amtlich: Schweinfurt wird (ist) die Landesgartenschau-Stadt im Jahre 2026. Am Dienstag dieser Woche unterzeichneten die beiden Geschäftsführer der Landesgartenschau Schweinfurt 2026 GmbH, Martin Richter-Liebald und Ralf Brettin, der Aufsichtsratsvorsitzende der Bayerischen Landesgartenschau 2026, Oberbürgermeister Sebastian Remelé und der Vorsitzende der Gesellschafterversammlung der Bayerischen Landesgartenschau GmbH, Gerhard Zäh, den Vertrag.
m Naturbewusstsein stärken
Oberbürgermeister Sebastain Remelé nannte die Vertragsunterzeichnungen einen „wichtigen Schritt“ auf dem Weg zur Ausrichtung. Es sei, so Remelé, ein gutes Beispiel in wirtschaftlich und gesellschaftlich schwieriger Zeit ein positives Zeichen zu setzen. Die Landesgartenschau zu veranstalten sei nicht aus Selbstwillen geschehen, viel mehr um einen Beitrag zur nachhaltigen Stadtentwicklung, zum Klima- und Umweltschutz zu leisten. Mit einem Seitenhieb auf die Steingärten nicht nur vor Einfamilienhäusern („gerade wenn man heute manche Gärten und Vorgärten sieht“) sei es wichtig das Natur- und Umweltschutzbewusstsein zu stärken und zu zeigen wie wichtig gestalten ist, führte das Stadtoberhaupt aus. Die Landesgartenschau solle letztlich ein großes Bürgerfest und eine Imagekampagne für die Stadt werden.
Das nicht alle Schweinfurter für die Ausrichtung sind (waren) sprach Referent Ralf Brettin an. Er lädt alle Kritiker ein, die Ausrichtung mit „Wohlwollen“ zu begleiten, Anregungen zum Bürgerpark vorzutragen, die man seitens der GmbH als wichtig erachte. Mit Blick voraus gab Brettin bekannt, das man zur Auslotung des Wettbewerbes die 25 leistunngsfähigsten Landschaftsplaner Deutschlands zur Seite habe und sich zu Beginn Juni in zweitägiger Klausur mit den Entwürfen auseinandersetzen werde.
Seit 40 Jahren gibt es landesgartenschauen in Bayern, dadurch sind 520 Hektar Land begrünt worden, so Gerhard Zäh. Auch Zäh forderte die Bürger auf sich bei den Planungen einzubringen, freute sich auf die Mitarbeit und Unterstützung von Verbänden.
m Massive Kritik
gehört dazu
Mit Blick auf Kritik führte Zäh aus: „Massive Kritik gehört dazu. Aber auch Kritiker nachhaltig einzubinden ist ein ganz normaler Vorgang. Beide Zusammenzubringen, das ist unsere Aufagbe.“ Zäh weis wovon er spricht, auch die Landesgartenschau in seiner Heimatstadt Dillingen war nicht ohne Kritik ausgekommen. Letztlich habe man aber nicht nur die Besucherzahlen weit übertroffen, die Nachhaltigkeit der Schau zeige sich noch heute in vielfältiger Weise.
Die Kosten für die Landesgartenschau in Schweinfurt belaufen sich nach heutiger Schätzung auf rund 10 Millionen Euro. Fünf Millionen Euro davon fördert der Freistaat. Erwartet werden 570 000 Besucher durch die 8,6 Millionen Euro in die Kassen gespült würden.

Redaktion SAZ

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