Suppenküche für sozial schwache Menschen Neues Projekt der Schweinfurter Kindertafel startet am Faschingsdienstag

„Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen, vor allem wenn Menschen betroffen sind und Hilfe benötigen“,sagt Stefan Labus, Vorsitzender der Schweinfurter Kindertafel e.V. bei der Vorstellung des neuen sozialen Projektes – die Suppenküche für sozial Schwache.

Nachdem sich die Schweinfurter Kindertafel im vergangenen Jahr besonders um die sozial schwachen Schweinfurterinnen und Schweinfurter mit den drei Projekten Gabenzaun, warmes Mittagessen für die BewohnerInnen des Hauses Marienthal und warmes Mittagessen für die Kunden der Bahnhofsmission gekümmert hat, geht das Engagement auch im Jahr 2 der Corona-Pandemie weiter. „Wir wurden von mehreren Seiten kontaktiert, ob wir uns nicht weiter und verstärkter für die sozial Schwachen unserer Gesellschaft einsetzen könnten“, so Labus in der Pressemitteilung weiter. „Wir möchten mit diesem neuen Angebot noch mehr in die Breite gehen. Daher ist die kostenlose Verteilung von warmen Suppen, Brot und Getränke gedacht für sozial schwache Einwohner der Stadt SW, Nichtsesshafte, Hartz IV-Empfänger, Alleinerziehende und Personen, die selber nicht kochen können.“
Partner dieser Aktion ist der Gastronom Udo Geyer vom Genuss 67 aus Euerbach. Auf dem Speiseplan stehen täglich wechselnde warme Suppen, die im Innenhof der Schweinfurter Kindertafel, Friedrichstraße 8, zwischen 11 und 13 Uhr (montags bis freitags) von Mitstreitern der Kindertafel ausgegeben werden. Dazu gibt es Brot und noch ein Getränk. Befristet ist diese Aktion zunächst bis zum 16. März.
Die SW Kindertafel wird dieses temporäre To-Go-Angebot der Suppenküche als Alternative in der Pandemie nur als Notversorgung unter Beachtung der geltenden Hygiene- und Infektionsschutzvorkehrungen durchführen.
Suppenküchen entstanden als weltliche Gegenstücke zur sogenannten Armenspeisung der Klöster und existierten schon im 18. Jahrhundert in vielen europäischen Großstädten. Auch heutzutage gibt es Suppenküchen in vielen Städten Deutschlands, die gratis oder gegen ein geringes Entgelt vor allem Suppe oder Eintöpfen ausgeben, daher der Name. „Natürlich ist es tief bedauerlich, dass in einem Land wie Deutschland überhaupt solche Einrichtungen Bedarf haben und regelmäßig genutzt werden. Die Schweinfurter Kindertafel hat bei ihrer Gründung vor über zehn Jahren nicht erwartet, dass wir so lange benötigt werden, dass unsere Unterstützung mit dem Frühstück für Kinder sich derart entwickeln würde“, betont Stefan Labus.
Dass die Aktion Suppenküche nun überhaupt durchgeführt werden kann, liege zum einen an der Tatsache, dass die Schulen immer noch geschlossen seien und die Mitarbeiter der Kindertafel dadurch Kapazitäten freihätten und zum anderen an dem großen Engagement der Mitstreiter der Kindertafel. „Wir leben Solidarität und reden nicht nur darüber“ – lautet das Credo der Schweinfurter Kindertafel, die auch mit dieser Aktion den ärmsten und schwächsten Bürgerinnen und Bürgern helfen möchten.

Redaktion SAZ

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