Unbekannter misshandelt Kater schwer PETA bietet 1000 Euro Belohnung für Hinweise

Tierquäler gesucht:

Schweinfurt / Stuttgart, 26. August 2021 –

Medienberichten zufolge misshandelte ein Unbekannter in Schweinfurt, vermutlich in der Nacht von Freitag auf Samstag, einen Kater schwer. Am vergangenen Samstagmorgen fiel der Tierhalterin auf, dass ihr Vierbeiner stark humpelte. Ein hinzugezogener Tierarzt stellte fest, dass der noch unbekannte Täter der erst vier Monate alten Samtpfote einen neun Zentimeter langen Holzstab anal eingeführt hatte. Der Holzstab musste operativ entfernt werden.

Die Polizeiinspektion Schweinfurt ermittelt und nimmt unter der Telefonnummer 09721-2020 sachdienliche Hinweise entgegen. Möglicherweise waren mehrere Personen an der Tat beteiligt.

PETA setzt Belohnung aus

Um den Vorfall aufzuklären, setzt PETA nun eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro für Hinweise aus, die den oder die Tierquäler überführen. Zeugen werden gebeten, sich an die Polizei zu wenden und können sich telefonisch unter 0711-8605910 oder per E-Mail bei der Tierrechtsorganisation melden – auch anonym.

„Diese Tat ist unfassbar grausam. Der noch unbekannte Tierquäler muss schnellstmöglich überführt werden, denn auch andere Lebewesen sind in großer Gefahr. Der kleine Kater muss unsägliche Schmerzen erlitten haben“, sagt Jana Hoger, Fachreferentin für tierische Mitbewohner bei PETA.

„Schlimme Fälle von Tierquälerei sind keine Seltenheit. Wir fordern für überführte Täter harte Strafen, um eine abschreckende Wirkung zu erzielen. Wer wehrlose Tiere aus Spaß quält, der schreckt möglicherweise auch nicht vor Gewalttaten gegenüber Menschen zurück.“

Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.

Zusammenhang zwischen Gewalttaten an Menschen und Tieren

Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte sind sich mittlerweile einig, dass Vergehen an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen. Aggressionsforscher Dr. Christoph Paulus von der Universität des Saarlandes dazu: „Geschätzte 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält.“

[1] Über den Zusammenhang von Tierquälerei und Gewalttaten klärt PETA in der Broschüre „Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei“ auf, die als Informationsquelle für Staatsanwälte, Richter, Polizeibeamte und Sozialarbeiter dient.

PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen.

[1] PETA Deutschland e.V. (2018): Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei. https://www.peta.de/wp-content/uploads/2020/11/Broschuere-A5-Menschen_die-Tiere-quaelen-2019-04-print24.pdf.

Weitere Informationen:

PETA.de/Tierqual

PETA.de/Staatsanwalt

PETA.de/Whistleblower

PETA.de/tierische-Mitbewohner-Katzen

Redaktion SAZ

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