Vollversammlung des Kreisjugendrings tagte erstmals digital Kreisjugendring Schweinfurt

Wäre dieses Jahr alles nach Plan gelaufen, hätte sich die Vollversammlung des Kreisjugendrings Schweinfurt (KJR) am 11.11.2020 in Niederwerrn zusammengefunden. Aufgrund der Corona-Pandemie hat man sich allerdings entschieden, erstmals seit Bestehen des KJR eine digitale Vollversammlung abzuhalten.

Diese fand am 08.12.2020 statt und lief reibungslos mit den erforderlichen Regularien ab. Weiterhin beschlossen die 36 Delegierten der Jugendorganisationen im Landkreis wichtige Anträge. Darüber hinaus konnte der KJR-Vorsitzende Christoph Simon Landrat Florian Töpper und die beiden Stellvertreter Christine Bender und Thomas Vizl zur digitalen Sitzung begrüßen. Von Seiten des Bezirksjugendrings waren die Vorsitzende Jennifer Wolpensinger und die Geschäftsführerin Tina Muck anwesend.

Zusammenhalt“ ist das Motto der Jugendarbeit im Landkreis

Im Anschluss an die Begrüßung stellte Christoph Simon in seinen Worten an die Versammlung heraus, dass die Jugendarbeit in ihrer Vielfalt in den vergangenen Wochen und Monaten viele Einschränkungen erdulden musste. Er ging dabei auch auf die Teile der Gesellschaft ein, die sich mit aller Kraft gegen die Maßnahmen zur Bewältigung der Corona-Pandemie wenden. „Wer Hass säht, wird Gewalt ernten und wer allerdings Hoffnung und Zuversicht säht, wird Zusammenhalt ernten und diese Herausforderung meistern.“, so der KJR-Vorsitzende. Zusammenhalt ist für Simon das Motto der Jugendarbeit im Landkreis und er lobt ausdrücklich die Disziplin der Kinder und Jugendlichen, sowie der Jugendorganisationen. Weiterhin bekräftigt er: „Der Kreisjugendring steht seinen Verbänden bei und ich danke allen sehr herzlich, die sich vorbildlich in unserer Gesellschaft einbringen.“. Aber auch für die Zusammenarbeit mit dem Landkreis hatte Christoph Simon jede Menge Lob dabei und wandte sich direkt an die Landkreisspitze: „Sie stellen die Mittel für die Jugendarbeit im Landkreis Schweinfurt nicht infrage. Sie tragen so zu einem wertschätzenden Miteinander bei und würdigen die Erfolge all derer, die sich uneigennützig für unsere Gesellschaft einbringen. Ich bin Ihnen allen sehr verbunden, dass Sie die investierten Gelder, auch für den Kreisjugendring, als gut angelegt sehen.“

Es ist weiterhin Geduld gefragt

Landrat Florian Töpper schloss sich den Worten des KJR-Vorsitzenden an. Er gab den Dank an die Verantwortlichen des Jugendrings zurück und begrüßt das digitale Format der Vollversammlung. Bezugnehmend auf den Grundlagenvertrag stellte Töpper heraus: „Der Grundlagenvertrag, der die Zusammenarbeit zwischen Landkreis und KJR seit dem 01.01.2020 neu regelt, hat sich auch unter den bislang schwierigen pandemischen Rahmenbedingungen bewährt.“. Auch das Landratsamt ist aktuell sehr gefordert. Auch aus diesem Grund ist der Landrat sehr dankbar über das hohe Verantwortungsbewusstsein der Jugendorganisationen im Landkreis. „Gerade bezugnehmend auf das bereits Angesprochene, hoffe ich auf einen Jugendring, der sich weiterhin für jugendpolitische Bildung einsetzt. Ich bin mir sicher, dass dieser Wunsch auf fruchtbaren Boden fällt.“, betont Florian Töpper abschließend. Jennifer Wolpensinger, Vorsitzende des Bezirksjugendrings Unterfranken, spricht anschließend an die Vollversammlung. Sie bedankt sich beim KJR für die gute Arbeit, die vor Ort geleistet wird und berichtet vom Umstand, dass die Bildungseinrichtungen für junge Menschen schließen mussten. „Auch unsere Jugendbildungsstätte konnte in den vergangenen Monaten nicht die Begegnungen von jungen Menschen ermöglichen, die wir uns alle gewünscht hätten.“, so Wolpensinger.

2019 als letztes Jahr im Landratsamt

Mario Kneuer stellte als stellvertretender Vorsitzender den Arbeitsbericht für das Jahr 2019 vor. Er ging dabei auf die jugendpolitischen Projekte in Vorbereitung auf die Kommunalwahlen 2020 ein und die Freizeiten des Jugendrings. Darüber hinaus berichtete er: „Wir haben uns als Vorstand im Jahr 2019 mehrmals mit dem Landratsamt für die Ausgestaltung des Grundlagenvertrags getroffen und Vorstellungsgespräche für die neue Verwaltungsangestellte geführt.“. In der Bilanz stellte Mario Kneuer heraus, dass der ehrenamtliche Vorstand über 3.200 km für die Jugendarbeit im Landkreis zurückgelegt hat. Das Jahr 2019 geht für Kneuer auch als das Jahr in die Geschichte des Jugendrings ein, in der die Geschäftsstelle noch im Landratsamt anzutreffen war. Seit dem 01.01.2020 hat der KJR bekanntlich seine eigenen Räumlichkeiten in der Felix-Wankel-Straße 3 in Sennfeld. Im Anschluss daran stellte Kassenprüfer Ingo Göllner den Prüfbericht vor und die Versammlung nahm einstimmig die Jahresrechnung für 2019 in Höhe von 173.422,31 € an und entlastete den Vorstand.

Beschlüsse im Wert von 554.350,00 €

Gleich zwei Mal durften die Delegierten der Jugendorganisationen über Zahlenwerke entscheiden. Zum einen wurde ein Nachtragshaushalt für das noch laufende Jahr 2020 in Höhe von 269.700,00 € beschlossen und für das Jahr 2021 ein regulärer Haushalt mit Stellenplan im Umfang von 285.350,00 €. Sabrina Leske, die Geschäftsführerin des KJR, stellte als Haushaltsverantwortliche die Entwürfe vor und berichtete: „Aufgrund des Grundlagenvertrags dürfen wir uns an solche hohen Haushaltspläne gewöhnen. Darüber freuen wir uns sehr.“. In beiden Jahren rechnet der KJR mit einem Zuschuss des Landkreises in Höhe von jeweils 239.000,00 €. Beide Haushaltspläne fanden einstimmige Zustimmung.

Zirkuscamp, neue Zuschussrichtlinien und Freizeiten

Einstimmig wurde es auch bei der Arbeitsplanung für 2021. Stellvertretender KJR-Vorsitzender Mario Kneuer stellte mit dem Zirkuscamp in Zusammenarbeit mit einer Jugendhilfeeinrichtung einen der großen Schwerpunkte für das kommende Jahr vor. Auch plant der KJR ein- und mehrtägige Freizeitenangebote für alle Altersgruppen. „Inwiefern wir alle Wünsche für das Jahr 2021 erfüllen können, wissen wir noch nicht, da große Aufgaben bevorstehen. Wir geben aber unser Bestes.“, resümierte Kneuer und blickte hierbei auf mögliche U18-Bundestagswahlen. Ebenfalls hat die Vollversammlung die pandemiebedingte vorübergehende Änderung der Zuschussrichtlinien beschlossen. Weitere Informationen hierzu sind auf der Homepage des KJR (www.kjr-sw.de) zu finden. Die Evangelische Jugend (EJ) und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) brachten einen Antrag ein, die Zuschussrichtlinien des KJR vollständig zu überarbeiten und eine Angleichung mit dem benachbarten Stadtjugendring Schweinfurt zu ermöglichen. Hierbei wünschten sich die Antragstellenden auch eine Erhöhung der Zuschusssätze. Auch dieser Antrag wurde mehrheitlich beschlossen.

Sabine Hespelein vervollständigt den Vorstand

Aufgrund des Ausscheidens von Anna-Katrin Kroll (DGB-Jugend) aus dem Vorstand wurden Neuwahlen erforderlich. Mit Sabine Hespelein aus Heidenfeld wurde eine Delegierte des BDKJ in den KJR-Vorstand gewählt. Hespelein ist in der kirchlichen Jugendarbeit beheimatet und aktuell Vorsitzende des BDKJ-Regionalverbands Schweinfurt. In dieser Funktion bringt sie bereits viel Erfahrung mit und ist für die Delegierten auch längst keine Unbekannte mehr. „Mir ist die Vernetzung von Verbandsarbeit mit Jugendpolitik sehr wichtig.“, stellte die Kandidatin in ihrer Vorstellung heraus. Vorsitzender Christoph Simon begrüßte Sabine Hespelein im Team des KJR: „Wir freuen uns über deine Wahl und ich heiße dich herzlich Willkommen bei uns. Wir danken aber auch Anna-Katrin Kroll sehr herzlich für ihr dreijähriges Engagement in der Vorstandschaft und wünschen ihr für die Zukunft alles Gute.“

Zum Ende der Vollversammlung dankten die Delegierten Vorstand und Geschäftsstelle gleichermaßen für ihr Engagement. Katharina von Wedel (EJ) stellte unter anderem heraus: „Es hat gut getan, dass ihr gleich zu Beginn der Corona-Pandemie so schnell gehandelt habt. Wir haben uns als Verbände verstanden gefühlt.“ Christoph Simon dankte abschließend den Anwesenden für ihr digitales Kommen und dem Bezirksjugendring Unterfranken für die technische Umsetzung und Begleitung. Er teilte auch mit, dass man sich im kommenden Jahr auf ein möglichst unmittelbares Wiedersehen freuen würde und beschloss die Vollversammlung.

Neuer Einsatzleitwagen des Katastrophenschutzes in Betrieb genommen

SAZ-Redaktion3

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.