Wo unser Essen herkommt Schleppertour des Bayerischen Bauernverbandes wirbt für Nahrungsmittel aus Bayern

Mit einer „Schleppertour“ wirbt der Bayerische Bauernverband (BBV) derzeit für Essen aus Bayern. Nicht zuletzt ist auch die Nahrungskette und deren Produktion Teil der Ursache für den Klimawandel und vor allem die Produktion aus der Region für die Region wirkt dem entgegen. Hinzu kommt der immer stärker werdende Wunsch nach umweltfreundlich produzierten und ökologisch hochwertigen Produkten. Und weil das ganze für den Endverbraucher auch noch bezahlbar sein soll, weist der Bauernverband mit seiner neuesten Kampagne darauf hin, wie das gehen soll.

Bei einer dreitägigen Tour wurden die Bereiche rund um die Kartoffel, Sonderkulturenanbau wie Gurken, Spargel Beeren usw., sowie das Thema Tierhaltung und Fleischerzeugung aufgegriffen. Während der Genußhof Knaup in Röthlein zeigte, wie Anbau, Pflege, Ernte und Direktvermarktung von Gemüseprodukten funktioniert, bekamen die Besucher auf dem Bauernhof von Michael Reck in Hambach zukunftsorientierte Fleischerzeugung erklärt. Alles rund um die Kartoffel gab es auf dem Demeter-Bauernhof von Andreas Römert in Egenhausen zu sehen. Der Flachshof bewirtschaftet rund 100 ha landwirtschaftliche Fläche und baut auf etwa 10 Prozent davon Kartoffeln an.

Diese gibt es als Demeter-Kartoffeln im eigenen Hofladen, aber auch in den Einkaufsmärkten der Umgebung. Der weitaus größte Teil geht jedoch zu einem Großhändler, der die Kartoffeln bundesweit vermarktet. Die Lagermöglichkeiten auf dem Hof wurden dergestalt optimiert, dass aus der Vorjahresernte bis in den Juni des Folgejahres Kartoffeln geliefert werden können. Die Kühlanlage – optimal sind fünf Grad – kann zum größten Teil über die hauseigene Solaranlage betrieben werden.

Die Kartoffel gilt in Deutschland als eines der Hauptanbau- und Nachfrageprodukte. Im Landkreis Schweinfurt kann die Nachfrage zu 68 Prozent durch die hier wachsenden Kartoffeln gedeckt werden, erläuterte Kreisgeschäftsführer Manfred Kraus.   

Kreisobmann Michael Reck führte aus, dass die Landwirtschaft schon immer vor Herausforderungen gestanden war. Moderne Technik war ebenso immer ein Thema, wie sich ständig ändernde politsche Vorgaben. In jüngster Zeit sind es immer häufiger Wetterkapriolen, die immer unberechenbarer werden. Doch die Landwirtschaft werde sich auch in Zukunft den Herausforderungen stellen.

Weil immer mehr Verbraucher wissen möchten, wo ihre Lebensmittel herkommen, hat der BBV auch in diesem Jahr seine „Schleppertour“ gestartet, nachdem im Vorjahr die bayerischen Landschaften unter dem Motto „Bayern blüht auf“ im Mittelpunkt standen. Schon seit Pfingsten ist die Erklär- und Werbetour mit einem eigens dafür gestalteten Schlepper unterwegs- Mit über 105.000 landwirtschaftlichen Betrieben stellt Bayern rund ein Drittel von ganz Deutschland. Landwirtschaftliche und Forstflächen bedecken 82 Prozent des Freistaats.

SAZ-Redakteur

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.