Besuch des THW Schweinfurt Teamwork für Menschen in Not

Unwetter, Hochwasser, Stromausfälle, Großbrände, Zugunglücke: Die Liste ließe sich beliebig erweitern, hat aber eines gemeinsam. Überall ist das THW dort präsent und hilft. Aber wer oder was ist das Technische Hilfswerk? Es ist eine Bundesanstalt und gehört zum Geschäftsbereich des Bundesinnenministeriums. Der gesetzliche Auftrag gliedert sich in vier Teilbereiche. Zum einen leistet man Technische Hilfe im Zivilschutz oder in der Örtliche Gefahrenabwehr. Gleiches kann auch im Ausland erfolgen. Und zu guter Letzt unterstützt es bei der Erfüllung öffentlicher Aufgaben.
Grund genug für uns, das THW in Schweinfurt zu besuchen. Der Ortsverband bietet ein kompetentes Team von engagierten Helfern aus vielen Fachgebieten. Alle Helfer und Führungskräfte investieren viele Stunden pro Jahr in Ausbildung und Übung, um anderen Menschen schnellstmöglich zu helfen. Und das bereits seit rund 70 Jahren.

Harald Lotter, Ortsbeauftragter und Baufachberater ist besonders stolz auf alle Einheiten und jeden einzelnen Helfer_in und Junghelfer_in des Ortsverbandes.

Neben der täglichen, örtlichen Gefahrenabwehr, waren die Schweinfurter Einsatzkräfte bereits bei Flut- und Schneekatastrophen, dem Elbehochwasser, im Tsunamigebiet in Sri Lanka, nach Erdbeben in Haiti sowie zur Flüchtlingshilfe im Irak und Jordanien.
Damit der Nachwuchs nicht ausbleibt gibt sich der Ortsverband viel Mühe bei der THW-Jugend. Deren Ortsjugendleiter Manfred Rücker präsentiert stolz seine Erfindung, die die etwa 30-köpfige Gruppe durch die Corona Jahre gebracht und aktiv gehalten hat: Das „Jugend-Ausbildungs-Kit@home“, kurz JAK@home. Mit Videoangeboten schulte das Ausbilderteam die Jugendgruppe u.a. im Helfen, Transportieren und dem Umgang mit Leitern. Aktuell lässt es die Lage zu, sodass Teamgeist und soziales Engagement wieder miteinander möglich sind. Endlich wieder!
Was Macht Harald Lotter derzeit am Meisten Sorgen? Es ist die gegenwärtige Unterfinanzierung des Technischen Hilfswerkes. Der Bundestag überlegt im aktuellen Haushaltsansatz, den Etat für 2023 auf 385 Mio. €  und damit um 157 Mio. € zu kürzen. Hoffentlich geht das nicht zu Lasten der Einsatzfähigkeit.

SAZ-Redaktion3

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