Doppelt begehrt: Junge Frauen in technischen Berufen SKF wirbt um Mädchen für Ausbildungen oder Ingenieurs-Studiengänge. Der „Girls Day“ ist dabei nach wie vor ein zielführender Ansatz.

Sind sie die kommenden Fachinformatikerinnen oder Ingenieurinnen, die dem zunehmenden Mangel an qualifizierten Arbeitskräften in technischen Berufen entgegenwirken? Schön wär’s ja, zumal die 14 jungen Frauen im Alter von zwölf bis 14 Jahren, die unlängst am SKF Zukunftstag für Mädchen teilnahmen, auf der Wunschliste vieler Unternehmen ganz oben stehen. Denn: Sie bringen mathematisch-naturwissenschaftliches Interesse mit und sind weiblich.

 Eigentlich sollte es heutzutage eine Selbstverständlichkeit sein, dass die alte Unterscheidung zwischen Männer- und Frauenberufen nicht mehr greift und junge Menschen sich ganz unabhängig vom Geschlecht beruflich orientieren. Deshalb steht My Linh Pham, bei SKF verantwortlich für die dualen Studiengänge und das Schulmarketing, dem klassischen „Girls Day“ auch reserviert gegenüber: „Es ist fast so, als würde man dieses alte Klischee an diesem Tag noch einmal dick unterstreichen.“

 Und doch sind Veranstaltungen nur für Mädchen aus ihrer Sicht immer noch sinnvoll und sogar notwendig, denn: „In der Praxis bewerben sich auf die technischen Berufe nach wie vor viel mehr Jungs und es ist schwer, unserem Anspruch an Vielfalt in den Ausbildungsjahrgängen gerecht zu werden“, so My Linh Pham. Deshalb also der Zukunftstag für Mädchen am diesjährigen bundesweiten „Girls Day“ mit einem doppelten Fokus: dem Blick in die Ausbildungswerkstatt mit leichten Arbeiten an Maschinen und Werkzeugen. Und der spielerischen Heranführung an komplexe IT-Themen mit dem altbewährten „Turing Tumble“ und dem spannenden Medienprojekt „Kryptokids“.

 Letzteres vermittelt anhand spannender Detektivgeschichten ein Gefühl, wie wichtig Aspekte von Sicherheit und Datenschutz im Internet sind. Die vielfach ausgezeichnete Kinder- und Jugendsoftware enthält digitale und analoge Spielelemente mit deren Hilfe Kriminalfälle gelöst werden müssen. Der IT-Block stand an diesem siebenstündigen Schnuppertag nach dem Mittagsessen auf dem Programm. Am Morgen fertigten die Mädchen aus einem Metallrohling ein Stövchen für zuhause. Unterstützt und angeleitet wurden sie dabei vom Team der SKF-Ausbildungswerkstatt um Reinhold Seißinger und Johannes Faulstich sowie aktuellen Auszubildenden und dualen Studierenden.

 Ab Sommer läuft dann erneut die Bewerbungsfrist für den nächsten Ausbildungs- und Studienjahrgang mit Start im August/September 2023. Aus erster Hand informieren können sich interessierte Mädchen – und natürlich auch Jungs – schon am 21. Mai im Rahmen der heimischen Ausbildungsmesse SBIT auf der Maininsel am Stand der SKF.

SAZ-Redaktion3

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